Mit der Nutzung unserer Webseite stimmen Sie zu, dass wir Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen.

Suche öffnen
02. September 2016 | Autor: Jennifer Gregorian

Willkommensfest für Flüchtlinge auf dem Tempelhofer Feld

„Schön, dass ihr da seid“ - das Willkommensfest für Flüchtlinge auf dem Berliner Tempelhofer Feld ging am 3. September 2016, mit strahlendem Sonnenschein und guter Laune, in die zweite Runde. / "Moabit hilft!" über miserable Zustände bei der Unterbringung und Versorgung von Flüchtlingen.

Willkommensfest für Flüchtlinge 2016, Tempelhofer Feld, Berlin
Willkommensfest für Flüchtlinge 2016, Tempelhofer Feld, Berlin

Auch diesmal strahlte die Sonne über das Fest, welches Flüchtlinge und Anwohner zusammenbrachte. „Schön, dass ihr da seid“, mag für den einen oder anderen zynisch klingen. Insbesondere für diejenigen, die nicht freiwillig ihre Heimat verlassen haben. Doch an diesem Tag fanden es die meisten schön, vor Ort zu sein. Die Stimmung war gut, insbesondere wo die internationale Musik spielte, die Menschen ausgelassen tanzten und miteinander feierten. An den Infoständen konnten sich Flüchtlinge über ihre Rechte, den Umgang mit Behörden, Sprachkurse und vieles mehr informieren. Auch für Unterhaltung war gesorgt: Livemusik, Seilziehen, Handarbeit, Malworkshop, ... Die ganz Kleinen kamen ebenfalls auf ihre Kosten: Sie konnten sich Schminken lassen, am Fußball- sowie am Zirkusworkshop teilnehmen uvm.  

 

Miserable Zustände bei der Unterbringung und Versorgung von Flüchtlingen

"Moabit hilft!" beanstandete die miserablen Zustände in den Flüchtlingsunterkünften: So steht beispielsweise Frauen, die gerade entbunden haben, lediglich ein Laken zur Abgrenzung zur Verfügung. Sie genießen weder Schutz noch Privatsphäre. die fehlende Privatsphäre ist generell ein großes Problem, vor allem für weibliche Geflohene. Selbst Securitys belästigen Flüchtlingsfrauen und folgen ihnen bis in die Dusche. 

Für jede Kleinigkeit müssen Flüchtlinge anstehen, wie etwa für Essen, das nicht schmeckt, oder gegen welches sie allergisch sind; für ein Ministück Seife usw. Der Rassismus ist dabei ein ständiger Begleiter. Über Monate oder Jahre zermürbt diese Situation die Menschen. Die Hilfsorganisation spricht von "innerlichem Zerbrechen".

Diese Zustände müssten nicht sein! Berlin, und Deutschland im Allgemeinen, haben die Mittel und die Möglichkeiten, Geflohene richtig zu versorgen. Ein Skandal sei überdies, dass immer noch über 6000 Menschen in der Hauptstadt in Turnhallen untergebracht sind, während Liegenschaften der Bundesregierung leer stehen. 

Impressionen vom Willkommensfest: „Schön, dass ihr da seid“

Sliderbild
Sliderbild
Sliderbild
Sliderbild
Sliderbild
Sliderbild
Sliderbild
Sliderbild
Sliderbild
Sliderbild
Sliderbild
Sliderbild
Sliderbild
Sliderbild
Sliderbild
Sliderbild
Sliderbild


"Moabit hilft!" versicherte den Schutzsuchenden, über ihre desolate Lage Bescheid zu wissen und stets für sie zu kämpfen. Das gibt Hoffnung. Anschließend durften die Teilnehmer des Festivals zu Livemusik tanzend den Abend ausklingen lassen. 

Ein gelungenes Fest, jedoch nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, angesichts der massiven Probleme, mit welchen Geflohene in Deutschland konfrontiert sind.