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04. Januar 2012 | Autor: JG

Wasserknappheit wegen Fleischkonsum

In rund 40 Jahren könnte es mit der Wasserknappheit so richtig dramatisch werden. Diese potentielle Katastrophe könnten wir vermeiden, indem wir mehr pflanzliche Lebensmittel zu uns nehmen. Das ist gar nicht schwer: Es gibt nämlich äußerst leckere Alternativen zu Fleisch.

Veganer Fastfoodteller // Photo: SPIN
Veganer Fastfoodteller // Photo: SPIN

Nach einer Studie des „Stockholm International Water Institute“ (SIWI) für die „World Water Week“ soll es in rund 40 Jahren richtig dramatisch werden mit Wasserknappheit, wenn der Konsum von Fleisch – insbesondere in den Dienstleistungsstaaten – weiter floriert. Doch was hat Fleischkonsum mit Wasser zu tun? Und wie lässt sich dieser reduzieren? Im Folgenden gehen wir diesen Fragen nach.

Fleischverzehr und Wasserverbrauch 

Für ein Huhn, das auf dem Teller landet, benötigt man 3.500 Liter Wasser, für ein Kilogramm Schweinefleisch 9.700 und für ein Kilogramm Rindfleisch sogar 15.500. Mit eingerechnet werden Trinkwasser für die Tiere (= noch der geringste Anteil), Wasser für die Futterpflanzen, den Transport des Tierfutters, die Herstellung und den Transport von Medikamenten für die inhaftierten Tiere, die Pflege der Gefangenen, die Instandhaltung der Mastanlagen, die (Todes)Transporte etc. (Quelle „WasserStiftung“)
Laut dem Vegetarierbund Deutschland (VEBU) verzehrt eine Person der Bundesrepublik innerhalb ihres Lebens im Durchschnitt 1.094 Tiere: 4 Kühe, 4 Schafe, 12 Gänse, 37 Enten, 46 Truthähne, 46 Schweine und 945 Hühner. Fische und andere Wasserbewohner nicht mitgezählt.

Nach der SIWI-Studie benötigt ein Mensch täglich durchschnittlich 3.000 Kilokalorien – 20 Prozent davon bestehen aus totem Tier. Und für Letzteres wird – wie dargestellt – sehr viel Wasser verbraucht.

Welthunger

Derzeit leben rund sieben Milliarden Menschen auf der Erde und es sollen noch mehr werden! Man geht von etwa neun Milliarden Mitte des 21. Jahrhunderts aus. Wenn sie den aktuellen Fleischkonsum beibehalten wollen, bricht das marode Welternährungssystem, bzw. das Welthungersystem, komplett zusammen.
Nach Angaben der „World Water Week“ soll der gesundheitliche Zustand bei rund 2 Milliarden Menschen aufgrund von Unterernährung äußerst kritisch sein. Zugleich sind – vor allem innerhalb der Dienstleistungsstaaten – 1,5 Milliarden Menschen überernährt, was gesundheitlich auch kein Idealzustand ist.

Der übermäßige Konsum von tierischen Produkten ist eine der wesentlichen Ursachen für die Hungersnot, allerdings nicht die einzige: Nicht zu unterschätzen ist die Lebensmittelverschwendung. Nach der Stockholmer Studie fließt über ein Viertel des insgesamt verbrauchten Wassers der Welt in die Produktion von mehr als einer Milliarde Tonnen an Lebensmitteln, die im Müll landet. Dort begegnen sie Milliarden von Dollars, die für den Anbau, die Herstellung, die Lagerung, den Transport etc. dieser Produkte aufgewendet werden.


Lösungen gegen Wassernot und Hunger

Das Forschungsteam von SIWI schlägt vor, den Fleischkonsum zu reduzieren: „Es wird nur genug Wasser geben, wenn das Verhältnis der auf fleischlicher Nahrung basierenden Lebensmittel bezüglich der Kalorienzahl auf fünf Prozent limitiert wird.“
Ferner sei es dringend nötig, die Lebensmittelverschwendung zurückzufahren.

Letztere haben wir weniger in der Hand: Zum Beispiel können wir nur bedingt verhindern, dass Tonnen von Kadavern in EU-Kühlhäusern lagern, damit die Preise stabil bleiben. Was wir tun können, ist darauf zu achten, bei wem wir einkaufen. Uns zu informieren, welche Firma wie viel „Dreck am Stecken“ hat und jeweils das kleinere Übel zu wählen. Und natürlich sollten wir darauf achten, nicht über unseren eigenen Bedarf hinaus einzukaufen, damit die Sachen anschließend nicht vergammeln.  

SPIN
SPIN

Was den ersten Vorschlag mit der Fleischreduktion anbelangt, ist es fast noch einfacher: Heute gibt es leckere und gesunde pflanzliche Alternativen zu geradezu allen Fleischgerichten. Damit der Umstieg für Konsumenten einfach wird, haben die Veggie-Varianten sogar ähnliche oder gleiche Namen: So findet man im Veggie-Regal von Bioläden, Re- und Neuformhäusern sowie in den Vegan-Läden und sogar in einigen Supermärkten: „Hackbraten“, „Gyros“, „Frankfurter-„ und Thüringer-Würstchen“, „Salami“, „Schinken“ und vieles mehr. Ein bisschen teurer sind die Dinger schon, denn sie werden ja in kleinen Mengen produziert und dazu auch noch nachhaltig, zudem sind die Zutaten Bio. Geschmacklich sind sie aber 1A! Schließlich ist Fleisch recht geschmacksneutral und allein die Gewürzmischung macht draus eine „Pfälzer Leberwurst“ oder ein Frikassee (beides auch als Veggie-Produkte erhältlich). Und die Kunst des Würzens, die haben Veggie-Hersteller bestens drauf. Zudem können sich Konsumenten sicher sein, dass in den Gewürzen auch keine Chemie und keine Abfälle enthalten sind – wie es in industriellen Nahrungsmitteln der Regelfall ist.    

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