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22. September 2015 | Autor: Jennifer Gregorian

VW-Abgasskandal

Ein längst überfälliger Skandal, der allerdings nicht nur VW betreffen sollte.

VW-Collage // Erstellt von: Daedalus / CC BY-SA 3.0
VW-Collage // Erstellt von: Daedalus / CC BY-SA 3.0

VW-Chef Martin Winterkorn ist in Bedrängnis, die VW Aktie bricht ein und tausende Arbeitsplätze sind in Gefahr. Dumm gelaufen! VW hat schließlich nur getan, was alle Automobilproduzenten tun: schummeln, betrügen und lästige Umweltauflagen umgehen. Abgaswerte zu manipulieren gehört doch zum guten Ton. Und wer am Markt bestehen bleiben möchte, muss dieses kriminelle Spiel mitspielen. Nur blöd, dass sie sich haben erwischen lassen. Das wird teuer! Wie konnte das nur passieren? Die Regierung sowie die Kontrollbehörden geben sich doch solche Mühe im Wegschauen und Vertuschen. Damit haben sie langjährige Erfahrung und das nicht nur mit VW. Wieder eine Dokumentation, dass Menschenleben nichts zählen, ganz im Gegensatz zur Wirtschaft. Hier geht es nicht um Kavaliersdelikte: Letztes Jahr lagen 62 Prozent der verkehrsnahen Messstellen in deutschen Städten über dem viel zu lasch angelegten  EU- Stickstoffdioxid-Grenzwert. In der EU sterben jährlich 180.000 Menschen an Feinstaub, davon 35.000 in Deutschland.

Der Fall VW sollte die deutsche Autoindustrie zum Umdenken bewegen! Wird der aber nicht: Die anderen freuen sich einfach, dass es die Konkurrenz erwischt hat und werden sehr wahrscheinlich weiter auf  schwere Diesel mit hohen Emissionen setzen. Schließlich hat auch die Regierung was aus dem VW-Skandal gelernt und wird sich mehr Mühe geben mit dem Vertuschen.