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17. Januar 2018 | Autor: Jennifer Gregorian

Die verrücktesten Food Trends 2018

Geht es uns zu gut? 815 Millionen Menschen auf der Welt leiden an Hunger. Hier im Westen ist davon allerdings nichts zu merken. Allenfalls ein paar Frauen verhungern, vorwiegend innerhalb der Modebranche. Dafür machen wir uns Gedanken über Schlumpf-Latte und Glitter Food, oder essen nur noch, was rosa aussieht.

Glitter Muffins / Meghan Wilker / CC BY 2.0
Glitter Muffins / Meghan Wilker / CC BY 2.0

Soja-, Hefe- und Glutenunverträglichkeit sind out, Mangoeis mit Basilikum und Orangenschnitzel bleiben uns jedoch erhalten. Dazu wird 2018 der Hund in der Pfanne verrückt. Hier die abgedrehtesten Food Trends:

Millenial Pink

Da so genannte „Millenial Pink“, das eine Reihe von Farbtönen von rosa bis lila umfasst, beherrschte 2017 die Modebranche. Inzwischen wollen Trendsetter nicht nur nur rosa Sachen anziehen, sondern auch essen. So gibt es u. a. rosa Schokolade und eine genmanipulierte rosa Ananas.

Glitter Food

Mit Zucker und Lebensmittelfarbe wird Glitzer produziert, der dann Cappuccino, Shakes und Marmelade dekorieren darf. Hierbei besteht akute Verwechslungsgefahr mit Faschingsschminke.

Schlumpf Latte

Brauner Kaffee war gestern. Sogar die modernen Nazis sind blau und haben das althergebrachte Braun in der Mottenkiste verstaut. Pulver der Spirulina Alge färbt Kaffee und Smothies blau, schlumpfblau. Das hat was! Und es ist nicht ungesund. Also why not?

Bowls

Gibt man den Salat in eine große Suppenschüssel, wirft paar Kichererbsen rein und nennt ihn „Bowl“, darf er schon mal 15 Euro kosten. In der Schüssel sieht er schließlich besser aus. Oder auch nicht, aber er ist up to date.

Schimmelpilzpulver auf Rotwein

Pilze sind voll angesagt. Aber nicht am Stück, wäre ja auch zu langweilig. Getrocknet und pulverisiert müssen sie sein. Dann haben sie das richtige Format, um Getränke und Lebensmittel zu veredeln, vor allem preislich. Insbesondere ein eigens gezüchteter Schimmelpilz soll der Burner sein. Wenn man ihn zu Pulver zermalmt und Rotwein damit dekoriert, entsteht der Eindruck, dass der Wein wirklich schon reif ist, allerdings auch schlecht gelagert.

Schwarzer Burger

Der japanische Burger King hat den „Kuro Diamond“ (Schwarzer Diamant) auf den Markt gebracht und das Geschäft boomt. Brot, Sauce, Käse und Fleisch – alles ist schwarzgefärbt durch Bambuskohle, Tintenfisch-Tinte und schwarzen Pfeffer. Wie wäre es eigentlich mit einem pink-schwarzen Burger mit Glitzer oben drauf? Geschmacklich würde er auch einem Trend folgen, der seit Jahren nicht totzukriegen ist: Herzhaft triff süß.



Nicht nur verrückte Trends 2018

Legen die Food Trends 2018 den Eindruck der Dekadenz nahe, gibt es auch andere Strömungen: So wünschen Verbraucher beispielsweise immer mehr Transparenz. Sie wollen wissen, was in ihrem Essen drin ist und auch, wie das, was drin ist, gezüchtet wurde, wie es gelebt hat und ob die Arbeitsbedingungen für seine Herstellung fair waren. Zudem ist eine Tendenz weg vom Tierischen hin zum Pflanzlichen verstärkt zu bemerken. Das ist tatsächlich mal ein Ansatz gegen den Welthunger. Vegan und auch Rohkost werden also weiterhin in sein. Dabei geht es den Konsumenten nicht nur um die Tiere, die Umwelt, das Klima und die sogenannte Dritte Welt, sondern auch um ihre eigene Gesundheit. Somit wären wir beim nächsten nicht verrückten Trend: Gesunde, naturbelassene Lebensmittel, kein Industriezucker, Superfoods und gesunde Nahrungsergänzungsmittel (etwa für Sportler oder für Schwangere) sind 2018 ebenfalls angesagt.