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12. Januar 2016 | Autor: Jacky Alien the Strange

Verhüllt oder entblößt – Objekt Frau

Groteske

An dieser Stelle werden zwei Extreme weiblicher Objektivierung skizziert, die mehr Gemeinsamkeiten aufweisen, als man auf den ersten blick erkennt.

Zwei Frauen mit Burka, Afghanistan / Urheber: Steve Evans from India and USA / CC BY 2.0
Zwei Frauen mit Burka, Afghanistan / Urheber: Steve Evans from India and USA / CC BY 2.0

Westliche Sexisten befürchten, dass die halbnackte dauergeile Schlampe sich vom Bett in die Küche nicht frei bewegen kann. Der Grund sind Männer aus einem anderen Kulturkreis. Gegen die wollen sie ihre Freiheit verteidigen, jederzeit eine entblößte und aufreizend geschmückte Frau benutzen zu können. Islamistisch fundamentalistische Männer hingegen fürchten den dauergeilen westlichen Mann, der ihnen ihren kostbarsten Besitz streitig machen könnte. Oder noch schlimmer: Er könnte ihn in solch eine aufreizende Schlampe verwandeln, die für jeden verfügbar ist. Nicht dass der Fundamentalist keine Schlampen benutzen würde, aber er will auch eine Frau nur für sich, die nur er besitzen darf.

Da prallen Welten aufeinander, die, wenn man genauer hinsieht, gar nicht so weit auseinander liegen. Die Schlampe sowie die Verhüllte sind keine Individuen, sie sind nur dazu da, dem Mann zu dienen und seine Bedürfnisse zu erfüllen.
Die wesentliche Gemeinsamkeit beider Objekte ist jedoch der Sexismus, der erst zu ihrer Entstehung geführt hat. Würde der Mann sein Gegenüber nicht als minderwertig ansehen, als „unwürdiges Leben“ quasi, wäre es ihm nicht möglich, es in dieser Weise zu objektivieren, seinen Willen zu brechen und es zu missbrauchen.