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04. Oktober 2017 | Autor: Jennifer Gregorian

„Vegfarm“ – Vleisch essen in Bremen

Deftig und zugleich leicht, mit einem angenehmen Hauch von Kreativität – so kann man die Speisen und das Ambiente des taiwanesischen veganen Restaurant in Bremen beschreiben. Wir haben die „Vegfarm“ für Sie getestet.

Vegfarm, veganes Restaurant in Bremen / SpIn
Vegfarm, veganes Restaurant in Bremen / SpIn

Vegan und nicht am Grashalm lutschen. Etwas Deftiges soll auf den Teller! Aber keine Kalorienbombe, die im Fett ertränkt wurde. Etwas für Fitnessbegeisterte, mit erlesenem Geschmack. Unterwegs ist das eine Herausforderung. In Bremen nicht, dank „Vegfarm“. „Veg“ von „vegetarisch“, und „Farm“, weil es dort allerlei Getier gibt. Die „An-Fung-Ginseng Ente“, das „Kokos-Huhn“, die „Rindfleischbällchen“ und das „Pfefferschnitzel“ bestehen allerdings aus rein pflanzlichen Zutaten. Also Genuss pur ohne Folter und Mord, dazu auch noch Bio, nachhaltig und gesund. Die Inhaberin, Lo-Ping Tu und ihr Bruder, Dylan Wu, die das taiwanesische Restaurant mit Liebe führen, sind selbst überzeugte Veganer. Dazu orientieren sie sich an der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Wenn es irgendwo Probleme oder Erkrankungen gibt, muss die Lebensenergie, Chi, wieder zum fließen gebracht werden. Aber am besten wird man erst gar nicht krank. Das kann man vor allem durch eine gesunde, ausgewogene Ernährung erreichen. Veganer, insbesondere Rohköstler, nehmen häufig zu wenig Protein zu sich, berichtet  Herr Wu aus seinen Beobachtungen. Die „Tiere“ der „Vegfarm“ sind reine Proteinquellen und dazu fettarm und cholesterinfrei. Aber muss das sein mit den Tiernamen? Das könnte Veganer doch abschrecken. Nicht alle! Viele lieben Vleisch und vegane Sportler dürften sich ohnehin über jede fettarme Proteinquelle freuen, die dazu auch noch köstlich zubereitet ist. Fleischesser könnten sich zudem an den pflanzlichen Hühnern, Enten und Rindern geschmacklich orientieren, zumindest leicht, den die Pflanzentiere haben schon ihren eigenen Geschmack. Ferner haben die Veggie-Tiere im gesamten Asiatischen Raum eine lange Tradition: Seit seit über 2500 Jahren werden sie, vor allem innerhalb der buddhistischen Esskultur, stets verfeinert und weiter entwickelt. Diese Kochkunst können Interessierte bei einem Kochkurs in der „Vegfarm“ selbst erlernen. Die Produkte, um zu Hause ein  taiwanesisches „Fleischgericht“ zu kreieren, wird man bald im Onlineshop des Restaurants bestellen können.

Steak in schwarzem Sesam mit Pfeffersauce in der Vegfarm in Bremen / SpIn
Steak in schwarzem Sesam mit Pfeffersauce in der Vegfarm in Bremen / SpIn

Wir von Spezialinfo sind leidenschaftliche Vleischesser, also war die „Vegfarm“ beim Bremen-Besuch ein Muss. Und Wunder was, das Preis-Leistungsverhältnis stimmte. Im veganen Gastronomiebereich ist das leider nicht immer der Fall. Das Pfefferschnitzel in schwarzem Sesam paniert mit verschiedenen Soßen war einfach köstlich! Nein, es sind nicht bloß die Veggie-Tiere , die man im Asiashop kaufen und zu Haus ein den Backofen schmeißen kann. In der Vegfarm erhalten Sie ganz eigene Kreationen mit speziellen Gewürzen. Dazu ist es einfach schön, in dem künstlerisch eingerichteten Restaurant, mit nachhaltigen Mobiliar in weiß-grünem Ökodesign, Zeit zu verbringen. Die Betreiber sind selbst Künstler, die nun ihre gesamte Kreativität in das Lokal und die Gerichte stecken.

Ein sehr ansprechendes Lokal, nicht nur für Veganer und Vegetarier! Wir können es wärmstens empfählen.