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27. Mai 2017 | Autor: SpIn / Jennifer Gregorian

Die vegane Fan-Pizza von Alfredo

Produkttest

vegane Fan-Pizza von Alfredo / SpIn
vegane Fan-Pizza von Alfredo / SpIn

Dass nicht schon vorher jemand auf die Idee gekommen ist, eine vegane Pizza zu produzieren ... So schwer ist das doch gar nicht, sage ich mal aus Erfahrung. Ja doch, es gibt schon lange welche, in Veganläden. Die kann man aber vergolden lassen und in die Vitrine stellen. Ein Stück kostet über 5 Euro und dann ist da der widerliche vegane Fettkäse drauf. Die Fan-Pizza ist die erste vegane Pizza zu einem normalen Preis. Gut gemacht Alfredo! Allerdings ist Alfredo eine Marke von LIDL (dort wird die Pizza auch verkauft). Und LIDL war erst kürzlich wegen besonders grausamer Tierqualprodukte in den Schlagzeilen. Und vor einigen Jahren wegen besonders schlechter Behandlung der Mitarbeiter. Außerdem macht LIDL in Rumänien die Wirtschaft platt. Aber sei's drum, die vegane Pizza ist endlich da! Jetzt muss Alfredo noch an der Rezeptur arbeiten. Man kann sie essen, so ist es nicht. Also wenn man ganz arg Hunger hat, der Kühlschrank nichts weiter hergibt, gerade Sonntag ist und der nächste geöffnete Supermarkt eine dreiviertel Autostunde entfernt. Man sollte aber etwas Salz und Pfeffer, wahlweise auch Gemüsebrühe oder Sojasauce im Haus haben, den die Wabbelmasse mit den weißen Fettklumpen auf dem steinharten Teig ist nicht gewürzt. Zumindest schmeckt sie nach nichts. Und das Gemüse ist nicht etwa Bio, so dass es von sich aus so etwas wie Geschmack mitbringen würde. 



Die Makros sind aber gar nicht so übel. Trotz Fettklumpen hat die Pizza insgesamt nicht viel Fett, nur 10 Gramm insgesamt. Die Kohlenhydrate machen, wie es bei Pizza nun mal üblich ist, mit fast 100g insgesamt, den Löwenanteil aus. Der Eiweißanteil ist, mit etwas über 4 Gramm, verschwindend gering. Also nichts für Sportler. Etwas weniger Tomaten und vor allem etwas weniger von dem alles überdeckenden Grünzeug, stattdessen vegnaer Schinken oder Wurst, wären eine Idee für die neue Rezeptur. Den Belag durften allerdings die Kunden wählen, daher auch der Name „Fan-Pizza“. Das war eine PR-Aktion auf Facebook. Die Fans durften 27 Zutaten  beliebig kombinieren.Anschließend wurden die 10 häufigsten Kombinationen zur endgültigen Abstimmung freigegeben. Tomaten, Champignons und Spinat passen schon gut zusammen. Es kommt aber auch darauf an, in welchen Mengen und wie man sie auf dem Teig platziert.
Eine Pizzagewürzmischung, wenigstens in der Tomatensauce, wäre zudem auch schon mal ein guter Ansatz. Wie man das mit dem Vegankäse lösen könnte, bleibt offen. Pflanzlicher Käse besteht nur aus gepresstem Fett (bestenfalls ist es Nussfett), das sich bei Hitze verflüssigt. Auch geschmacklich ist er eine Zumutung. Wir haben einst eine Art Käseersatz, oder besser gesagt Pizzadeko, aus Tofu und Hefe gezaubert. Schmeckt gut, aber nicht wie Käse. Zur Not, muss es ohne gehen. Das geht sicher auch, insofern der Rest stimmt.

Die Fan-Pizza ist der erste Schritt. Sie wird sicher bald Konkurrenz bekommen. Bleibt zu hoffen, dass jeder neue Versuch immer ein Stück besser wird.