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16. März 2017 | Autor: Alice

Wieso vegan?

16.03.2017 – Food & Training Diary von vegan Kampfsport und FitnessFreak, Alice. Alice berichtet über die Gründe, weshalb sie vegan lebt. 

Veganes Reisprotein in Rohkostqualität / Alice
Veganes Reisprotein in Rohkostqualität / Alice

„Du bist vegan?“ „Das hätte ich nie gedacht!“ „Das sieht man Dir gar nicht an!“ Immer noch assoziieren Menschen ausgehungerte Hippies mit dem veganem Lifestyle. Die meisten wissen nicht, dass es bereits vegane MMA-Kämpfer, Bodybuilder und eine Profi-Boxerin gibt. Nachdem ich sie aufgeklärt habe und ihnen auch erklärt habe, dass es genügend vegane Proteinquellen und Supplements gibt, kommt meist die Frage: Wieso? Also wieso ich vegan lebe. 

Dann will ich euch mal meine Beweggründe nahe bringen. Erstens: Ich mag Tiere. Als Kind hatte ich einen Hund und ein Meerschweinchen. Das arme Ding war in einem Käfig. Damals schon dachte ich, das sei nicht okay. Aber ich war noch klein und vertraute meinen Eltern, die meinten, dass Meerschweinchen Käfige mögen. Mir gefiel es auch nicht, dass meine Großeltern Hühner und Schweine schlachteten. Das waren meine Freunde, ich habe mit ihnen gespielt. Von ihren Leichnamen wollte ich im Anschluss nichts essen. Man erzählte mir aber, dass es sich um vegetarisches Fleisch und nicht um meine ermordeten Freunde, um die ich immer noch trauerte, handeln würde. Vegetarisches, bzw. veganes Fleisch esse ich heute. 


Gesundheitliche Beschwerden durch tierisches Protein 

Da ich immer schon recht sportlich war und dem Vorurteil glaubte, dass man unbedingt tierisches Protein braucht, habe ich den Zusammenhang zwischen meinem Essen und meinen Freunden verdrängt. Dann holte mich das Thema aber auf einer anderen Ebene ein, und zwar auf der gesundheitlichen: Ich hatte oft Muskelkater, Kopfschmerzen und fühlte mich schlapp. Die Regeneration nach dem Training dauerte unverhältnismäßig lange. Zudem bekam ich Pickel und meine Haare waren trocken und spröde. Das war einfach zu viel tierisches Protein, vor allem aus Milch. Nachdem ich in kurzer Zeit zweimal wegen Nierenkoliken beim Arzt war und er mir dringend riet, das Protein zu reduzieren, begann ich mich näher mit der Materie zu befassen. Es ist nicht allein das Protein, sondern das tierische Protein, dass den menschlichen Körper so belastet. Es übersäuert ihn, übersäuert die Muskeln, lagert Schadstoffe ab und verschleimt. Außerdem soll man im Ausgleich zu Protein immer genug Zitronensaft, wahlweise auch den Saft aus Orangen oder Grapefruits trinken. Dann wäre die ganze Sache für die Nieren angenehmer und es würden sich auch keine Steine mehr bilden. Saft aus Zitrusfrüchten, insbesondere aus Zitronen ist zudem gut zum Abnehmen. Also perfekt. Was Protein anbelangt, habe ich nach Alternativen recherchiert und bin da auf pflanzliche Proteinquellen gestoßen, die weniger belastend sein sollen. Allerdings sollen sie auch eine geringere Wertigkeit aufweisen. Diese kann man aber steigern, indem man zum Protein auch Vitamin C zu sich nimmt. Das sollte kein Problem sein. Zumal Zitrusfrüchte viel Vitamin C enthalten. 


Test mit veganem Protein

Also kaufte ich sämtliche Sorten von veganem Proteinpulver: Soja, Mandel, Hanf, Sonnenblumen, Reis, … Alle mit unterschiedlicher Wertigkeit. Bei manchen war mir der Proteingehalt zu gering und der Anteil an Kohlenhydraten und Fetten zu hoch. Zum Beispiel bei dem Mandel- und dem Sonnenblumenprotein: Die schmecken zwar lecker, aber sie haben eine niedrige Wertigkeit bei einem recht hohen Fettgehalt. Ich probierte mich so durch und blieb schließlich bei Reiserotpin. Das gibt es auch in Rohkostqualität für nur 20 Euro das Kilo. Es schmeckt pur ganz bekömmlich und lässt sich auch gut mit Früchten mischen. Die Wertigkeit ist sogar besser als die von Whey, was ich davor konsumierte. Also super Werte, super Geschmack und super Wirkung! Was will man mehr?

Aber wie sah es gesundheitlich aus: Ich hatte nie wieder Nierenprobleme – vielleicht auch, weil ich jetzt ständig Zitronenwasser trinke. Aber die Pickel haben sich verabschiedet und sind nie wiedergekommen. Meine Haare sind seidig und glänzend. Ich habe eine Zeitlang Heilerde, Vitamin A und Zink genommen. Das wird wahrscheinlich auch dazu beigetragen haben, dass sie sich regeneriert haben. Ich dachte schon, ich müsste sie abschneiden. Im Gegenteil! Sie reichen nun fast über die Hüfte. Und noch eine positive Veränderung: Meine Leistung hat sich verbessert. Ich habe schneller Kraft aufgebaut, die Regenerationszeiten waren unvergleichlich schneller und ich fühlte mich nicht mehr abgeschlagen. Da habe ich meine gesamte Ernährung umgestellt. Und zwar nicht nur auf vegan, sondern auch viele neue interessante Dinge mit integriert und nun kommt viel mehr frisches Obst und Gemüse auf den Tisch. Auch Razul, der hin und wieder noch Fleisch ist, sagt, dass er sich sehr wohl fühlen würde, wenn ich koche. Also muss da was dran sein! Probiert es aus und sagt mir Eure Meinung!