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02. Februar 2017 | Autor: Alice

Frauen im Kampfsport - Profi oder Loser

02.02.2017 – Food & Training Diary von vegan Kampfsport und FitnessFreak, Alice.

Als Frau im Kampfsport muss man besondere Leistungen erbringen und viel besser sein als die Männer, um als gleichwertige Trainingspartnerin anerkannt zu werden. Es ist wie im Berufsleben und wie überall. 

MMA Training / Urheber: stroopsmma / Quelle: flickr / CC BY 2.0
MMA Training / Urheber: stroopsmma / Quelle: flickr / CC BY 2.0

Frauen gelten in der Gesellschaft im Allgemeinen als schwach und unfähig. Man assoziiert sie automatisch mit diesen Vorurteilen, so dass sie diese als erstes widerlegen müssen. Das kann ein sehr schwieriger Weg werden. Die Betreffende darf sich dabei auch nicht den kleinsten Fehler erlauben. Andernfalls heißt es sofort: „Du kannst das nicht, weil du eine Frau bist." Meistens ist damit die letzte und einzige Chance, weiterzukommen, vertan. Das trifft auch auf den Kampfsport (und sicher auch auf andere Sportarten) zu.

Hier spreche ich ebenfalls aus Erfahrung. Ich trainiere schon lange und war bereits in vielen Gyms. Meistens sieht es so aus: Die Kurse sind männerdominiert. Dazwischen sind null bis fünf Frauen. Eine davon ist oft Profi, aktive Kämpferin oder sonst irgendwie hervorragend. Die anderen sind meistens nicht einmal mittelmäßig. In der Regel haben auch nicht die Ambition, sich weiter zu entwickeln. Sie sehen die Kampfkunst eher als Bauch-Beine-Po-Training. Sparring, Bodenkampf, Würfe etc. machen sie erst gar nicht mit. 


Also gibt es nur supergut oder pussy. Für Frauen die gut sind, was lernen und ihre Skills verbessern wollen, sieht es da schlecht aus. Sie werden stets degradiert, dürfen sich keine Fehler leisten, werden fast nie hochgestuft, Männer wollen nicht mit ihnen üben und sie werden meist den Grazien zugewiesen, die eh nichts lernen wollen und Angst haben, Kraft aufzubauen, da sie sich damit nicht mehr sexy finden. Bzw. sie fürchten, dass Männer sie dann nicht mehr sexy finden. 

Mittlerweile habe ich einige Frauen kennen gelernt  denen es ähnlich geht. Meine Wahrnehmung ist also nicht daneben. Dennoch will ich meine Erfahrungen nicht verallgemeinern. Eine Lösung für das Problem habe ich allerdings nicht. Ihr vielleicht?