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26. Januar 2018 | Autor: Jennifer Gregorian

US-Ratingagentur bewertet Kryptowährungen

Eigentlich ist die US-amerikanische Ratingagentur Weiss für Aktien zuständig. Nun hat sie aber die Kryptowährungen unter die Lupe genommen. Was bedeutet das für den Krypromarkt?

Kryptowährungen © Wit - Fotolia.com
Kryptowährungen © Wit - Fotolia.com

Weiss wandte das gleiche Verfahren wie bei Aktien an: A = sehr gut, B = gut, C = nicht so toll, D = Mist und E = nichts wie weg damit. Getestet wurde nach technologischem Potenzial, Akzeptanz, Sicherheit und Preisentwicklung. Die Coins haben nicht gut abgeschnitten: Von den 74 getesteten Währungen erhielt keine einzige ein A – viel zu unsicher sollen sie sein. Der Bitcoin erhielt nur ein C, da seine Verarbeitungsprozesse zu langwierig seien. Zurecht. Hätte Weiss noch auf Umweltverträglichkeit getestet, würde es noch schlechter um den Urgroßvater der Kryptowährungen stehen. Zumindest ist der hohe Stromverbrauch negativ in die Bewertung eingeflossen. Ein C erhielt auch Ripple, obwohl es sich um ein Projekt mit viel Potential handelt. Es könnte sogar das Bankwesen revolutionieren. Ausschlaggebend für die schlechte Bewertung waren die Preisschwankungen der letzten Zeit. Dafür kann Ripple jedoch nichts. Die Ursachen sind eher in den verwirrenden Kryptonews zu sehen: Börsen werden ausgeraubt und schließen, Börsen werden dicht gemacht, in Südkorea und China soll der Kryptohandel reguliert werden etc. Hinzu kam das chinesische „Neujahrsfest“, wo viele Leute verkauften. Wo Ripple jedoch was für kann, ist die Marktmanipulation durch das Einbehalten einer Großzahl an XRP (so heißen die Ripple Coins).


Auswirkungen des Ratings auf den Kryptomarkt

Dass Kryptowährungen, bzw. die Aktien für das Fußvolk, jetzt von einer Ratingagentur für Aktien bewertet wurden, das heißt, überhaupt von ihr ernst genommen wurden, kann Vertrauen erzeugen. Auch Aktionäre werden sich vermehrt in den Kryptomarkt wagen. Was ein hohes Risiko birgt, beinhaltet schließlich zugleich eine hohe Gewinnchance. Von den Potentialen des Kryptomarktes kann der Aktienmarkt zurzeit nicht einmal träumen. Dort kann man sich schon glücklich schätzen, wenn mal fünf Prozent Rendite einfährt. Beim Kryptohandel sind 600 Prozent und mehr möglich. Eher konservative Investoren werden allerdings die Finger davon lassen, da ihnen das Ganze zu unsicher ist. Auch Inhaber von Kryptowährungen könnten aufgrund der schlechten Bewertungen überstürzt verkaufen und noch mehr Preisabfälle, als ohnehin schon vorhanden, verursachen.