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03. Februar 2018 | Autor: Jennifer Gregorian

Tether sorgt für Unruhe auf dem Kryptomatkt

Die Kryptobörse Bitfinex muss sich vor einer Finanzaufsicht rechtfertigen. Ihr Repertoire an Tether ist möglicherweise nicht ausreichend durch Dollar gestützt. Diese Nachricht beschleunigt den freien Fall des Bitcoins. Und dieser reißt alle Altcoins mit in den Abgrund.

Am 02.02.2018 ist der Bitcoin unter die 8.000 Dollar-Magre gefallen und hat alle Altcoins mit in den Abgrund gezogen. Für den Absturz gibt es viele Gründe. Einer davon ist die Sache mit Tether. Was ist Tether? Bei Tether handelt es sich um eine US-Kryptowährung. Wie der Name ihres Coins, USDT, schon andeutet, ist diese Währung eins zu eins an den Dollar gekoppelt. Der Sinn von Tether besteht in der Stabilität. Trader sind somit nicht mehr auf die schwankenden Kurse des Bitcoins oder Eteheriums angewiesen. Sie können ihre Einnahmen auf der jeweiligen Kryptobörse in USDT umwandeln und damit entspannt auf eine gute Kaufoption warten. Im Prinzip eine unnötige Sache, denn sie könnten ihren Besitz gleich in Dollar umwandeln und die Dollar auf der Börse liegen lassen.

Jedenfalls steht Bitfinex nun im Verdacht, nicht genügend Dollar für den Handel mit Tether hinterlegt zu haben. Händlern soll es nämlich möglich sein, jederzeit ihre USDT in USD umzuwandeln. Das stellt auch eine Absicherung gegen einen eventuellen Crach der virtuellen Währungen dar – wobei viele Anleger der Ansicht sind, dass der Crash gerade stattfindet.
Ob was an den Vorwürfen dran ist? Möglich. Aber man sollte die Sache nicht allzu eng sehen. Der Dollar sollte einst auch nur in dem Maße produziert werden, wie er durch Goldreserven abgedeckt werden konnte. Dieser gute Vorsatz ist längst gescheitert. Nun ist der Dollar genau das, was Tether und sämtlichen anderen Kryptowährungen vorgeworfen wird: wertlos und ohne Funktion. Aber nicht ganz! Die Menschen geben ihm einen Wert.
Die Sache ist also komplexer als schwarz-weiß.