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09. Dezember 2017 | Autor: Jennifer Gregorian

Tag der Menschenrechte – Hoffnung auf Gleichheit

Gleichheit und Vielfalt zugleich – wie geht das?

Heute, den 9. Dezember 2017, Gedenken wir der Erklärung der Menschenrechte und verbinden damit die Hoffnung auf Gleichheit für alle. Die Gleichheit ermöglicht erst die Vielfalt. Mehr zu diesem dialektischen Prinzip erfahren Sie im folgenden Beitrag.

Bedürfnispyramide von Maslow // PNG by Philipp Guttmann, SVG by Jüppsche / public domain
Bedürfnispyramide von Maslow // PNG by Philipp Guttmann, SVG by Jüppsche / public domain

Mann Frau, weiß schwarz, reich arm, gesund krank/behindert/verrückt – immer noch erleben wir gravierende Diskrepanzen, die viel Elend und Leid nach sich ziehen. Vertreter der Ungleichheit, die um ihre Vormachtstellung fürchten (manchmal aber nicht nur diese), werden nie müde zu betonen, dass Gleichheit nicht erstrebenswert sei, da wir ja doch alle unterschiedlich seien. Gemeint sind alle einzelnen, sondern eben Männer und Frauen, Weiße und Schwarze usw. Die betreffenden gehen sogar so weit zu behaupten, dass es ein Unrecht sei, alle gleich zu behandeln. Die Realität ist aber weitaus komplexer, wenn nicht sogar dialektischer. Es wäre in der Tat wünschenswert, wenn alle Menschen, ganz unabhängig von biologischem Geschlecht, Gender, Hautfarbe, Kultur, Herkunft, Bankkonto und körperlichen Fähigkeiten, die gleichen Rechte hätten. Denn alle Menschen sind gleich, alle streben nach der Vollendung der Maslow-Pyramide (siehe Foto). Das heißt alle benötigen, Essen, ein Dach über dem Kopf, Sicherheit, soziale Kontakte und Anerkennung usw. Dennoch – und hier kommt das dialektische Prinzip – sind wir alle einzigartig. Also zieht sich nicht etwa ein roter Faden geradewegs durch die Menschheit, wobei auf einer Seite die Männer und auf der anderen die Frauen mit jeweils unterschiedlichen Bedürfnissen stehen. Oder auf einer Seite Christen und auf der anderen Seite Moslems. Oder aber auf der einen Seite Hellhäutige und auf der anderen Dunkelhäutige. Die Bedürfnisse sind nämlich die gleichen, die Nuancen und Präferenzen jedoch, bei jedem Menschen anders, unabhängig von Biologie oder Portemonnaie. Dass Bedürfnisse und Rollenbilder künstlich geschaffen werden, ist eine andere – sehr umfangreiche und auch sehr problematische – Geschichte, auf die wir an der Stelle nicht eingehen. Nur so viel: Diese konstruierten Rollenbilder mit ihren eigens zugeschriebenen Verhaltensmustern und Bedürfnissen sind kreiert worden, um Ungleichheit zu schaffen, Menschen in große Kategorien einzuteilen und sie zu unterdrücken. Die Gleichheit was Rechte und Pflichten angelangt, ist es stattdessen, die Vielfalt erst ermöglicht. Sie bietet die nötigen Rahmenbedingungen, unter welchen sich jeder Mensch frei und individuell entfalten kann.