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01. Oktober 2018 | Autor: SpIn

Streiten können wir später

#Streitenkönnenwirspäter - Bündnis gegen Faschismus?!

Lernen wir aus der Geschichte, die sich zur Vereinfachung des Dramas gerade wiederholt. Wie hätte man die NSDAP verhindern können? 

Demo gegen den Einzug der AfD in den Bundestag / Berlin, 22.10.2017 / SpIn
Demo gegen den Einzug der AfD in den Bundestag / Berlin, 22.10.2017 / SpIn

Die Rechtsextremen sind geeint, egal ob Schlägerhooligans oder Nadelstreifennazis. AfD, NPD, Identitäre, Dritter Weg, Combat18, ... sie alle halten zusammen. Sie sind autoritätshörig, leicht zu manipulieren und zu organisieren. Eine dumme gefährliche Masse, unter der Führung weniger heller Köpfe, die vor Psychopathie und Größenwahn strotzen. Die Gegner des Faschismus sind sehr pluralistisch. Da sind CSU-Mitglieder, die keine Flüchtlinge mehr aufnehmen wollen, CDU- und SPD-Mitglieder/Wähler, Grüne, Linke, Nichtwähler, außerparlamentarisch Linke, Menschen die sich für Flüchtlinge einsetzen usw. Die Liste ließe sich unendlich erweitern. Viele stehen sich konträr gegenüber. Nehmen wir nur mal zum Beispiel CSU-Wähler, die genug haben von Flüchtlingen und gegen Kirchenasyl sind und auf der anderen Seite Seenotretter und Flüchlingshelfer. Sie eint aber die Ablehnung des Faschismus. 

Das Individuelle ist ein Zeichen des Fortschritts, der Intelligenz und des eigenständigen Denkens, aber bei der Abwehr des Faschismus ist es hinderlich. 

In der heutigen äußerst kritischen Situation sollten alle vorübergehend an einem Strang ziehen. Wir haben Neonazis im Bundestag, deren Stimmen erschreckend schnell wachsen. Die Entwicklung weißt sehr viele Parallelen zum Aufstieg der NSDAP auf. Wenn derzeit alle dagegen gehalten hätten, hätte das NS-Regime verhindert werden können. Daher braucht es heute ein Bündnis von allen, die keinen Faschismus in Deutschland wünschen. Streiten können wir später.