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03. September 2017 | Autor: Raimund Gaebelein, VVN-BdA Bremen

Andenken an Willi Meyer-Buer unkenntlich gemacht

Pressemitteilung

Häftlinge bei einem Zählappell, im KZ Sachsenhausen, im Februar 1940 (SS-Propagandafoto) / Bundesarchiv, Bild 183-78612-0003 / CC-BY-SA 3.0
Häftlinge bei einem Zählappell, im KZ Sachsenhausen, im Februar 1940 (SS-Propagandafoto) / Bundesarchiv, Bild 183-78612-0003 / CC-BY-SA 3.0

Erneut wurde kürzlich das Straßenschild Meyer-Buer-Weg am Ostertorsteinweg Richtung Wallanlagen unkenntlich gemacht, diesmal mit oranger Farbe. Zu lesen ist der Namen nur, wenn man direkt unter dem Schild steht. Der Mast, an dem es befestigt ist, weist eine deutliche Neigung auf, was nur mit Ausübung von Gewalt zustande gekommen sein kann. Es ist nicht nachvollziehbar, aus welcher Denkhaltung heraus das Andenken Willi Meyer-Buers unkenntlich gemacht werden soll. Es bedarf wohl eines Vorsatzes, um den Namen einfach auszuradieren.

Der Weg wurde am 25. September 2014 vom Beirat Mitte auf Antrag unserer Landesvereinigung benannt, das Straßenschild von Rechtsanwalt Dr. Heinrich Hannover mit einer feierlichen Ansprache enthüllt. Ende Juni bereits wurde es mit blauer Farbe übersprüht oder übermalt. Ob die erneute Beschädigung den 70. Jahrestag der Gründung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes am 24. August) mit Artikel im Stadtteilkurier West und Links der Weser) zum Hintergrund hat, sei dahingestellt. Willy Meyer-Buer war Gründungsmitglied unserer Landesvereinigung, und hatte eine lange Verfolgungsgeschichte während des Nationalsozialismus hinter sich, acht Jahre Haft und KZ Sachsenhausen. Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei ist erstattet.

Raimund Gaebelein
(Landesvorsitzender VVN-BdA Bremen)
Priv. Posener Straße 8a, 28237 Bremen
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