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14. Januar 2018 | Autor: Jennifer Gregorian

Spießig sein ist teuer und riskant

Ein Häuschen in den Pampa, ein fettes Auto, die neuesten Handys, ... alles auf Pump. Jetzt braucht nur mal der mittelmäßig bezahlte, stumpfsinnige Job wegzubrechen und der Weg in den Ruin ist geebnet. Im Folgenden zeigen wir auf, dass der spießige Way of  Life nicht nur out, sondern hoch riskant ist. Dazu verweisen wir auf einen Weg heraus aus dem Hamsterrad, hin zum Erfolg.

Gartenzwerg / © Joerg Sabel - Fotolia.com
Gartenzwerg / © Joerg Sabel - Fotolia.com

Sich irgendwo ein Nest zu bauen, was Eigenes, Sicheres, Heimisches – das ist ein Bedürfnis, welches Menschen mit vielen Spezies teilen. Allerdings ist es in der heutigen Zivilisation weder nötig noch förderlich. Ebenso wenig wie eine Hightech-Einbauküche und Designermöbel.
Ein überteuerter Neuwagen, der zu Schrott gefahren wird, bevor er abgezahlt ist – ob das so eine gute Idee ist? Und das neueste Smartphone, das über langfristige Knebelverträge überteuert erworben wurde?
Es ist die Sehnsucht nach Prestige, aufbauend auf der Protestantischen Ethik: Gott lässt es den Fleißigen gut gehen. Und die wollen das auch nach außen zeigen.
In der Regel wird das ganze Luxusgebilde von einem trögen Mittelstandsjob getragen. Bricht der Weg, ist alles im Eimer. Dass Jobs wegbrechen, ist heutzutage keine Seltenheit. Auch eine Scheidung kann einen tiefen Einbruch bedeuten. Die Betreffenden leben also hoch riskant. Von einem Tag auf den anderen können sie in der Gosse landen. Okay, es gibt noch so ein paar staatliche Auffangeinrichtungen, wie Beispielsweise Arbeitslosengeld oder Rente wegen Erwerbsminderung. Aber damit kommt auf keinen grünen Zweig. Und auch wenn man mit einem privaten Berufsschutz vorgesorgt haben sollte, wird es nie mehr, wie es mal war.

Sicherheit bei Geldanlagen

Merkwürdig, dass diejenigen, die so riskant leben, gerade bei Geldanlagen auf hohe Sicherheit setzen. Früher war es das Sparbuch. Heute ist es das immer noch. Hinzu kommen zig andere Varianten von Festgeldanlagen, die mit 0,01 bis 0,05 Prozent im Jahr verzinst sind. Die Bearbeitungskosten und eventuelle anfallenden Gebühren übersteigen die Erträge. Aber Hauptsache, der Nachwuchs wird was erben: Ein überschuldetes Haus in der Pampa, das nicht einmal jemand mieten will, ein nicht abbezahltes Auto und eine Festgeldanlage von 8.000 Euro, die jährlich schrumpft, anstatt zu wachsen. Ob es da nicht besser wäre, das Erbe abzulehnen? Aber da würden sich die hart arbeitenden Eltern, zumindest der Vater (in solchen Familien arbeiten Frauen oft nicht oder nur geringfügig) im Grabe umdrehen. Schließlich hat er das ganze Leben gearbeitet, um das alles auf die Beine zu stellen. Dafür ist er dann kurz nach Rentenantritt zusammengebrochen. Ein vorbildhafter Bürger, aus der Sicht der überlasteten Rentenkasse.


Raus aus dem Hamsterrad mit Bescheidenheit, Mut, Wissen und Kreativität

Die Mittelschicht verschwindet zunehmend. Entweder schaffen die Menschen den Sprung hin zu einer neuen Lebensweise oder sie landen ganz unten. Hier zeigen wir Ihnen, wie man aus dem Hamsterrad aus schlecht bezahlter Arbeit und Schulden ausbricht und sich ein neues freies Leben aufbaut.

Bescheidenheit

Als erstes ist Bescheidenheit angesagt. Das Eigenheim auf Pump im Niemandsland ist keine gute Investition. Es ist teuer, unflexibel und steigt auch nicht gebührend im Wert. Stattdessen kostet es viele Steuern und die Instandhaltung ist auch sehr kostspielig. Außerdem, wer will schon in der Pampa leben? Dort gibt es keine Arbeit, man kann kein Geschäft aufbauen, die Lebensmittel sind teuer, da es neben der Kirche nur einen Minisupermarkt gibt, die medizinische Versorgung ist zwei Stunden entfernt usw. Eine nette, zentral gelegene Mietwohnung tut es auch. Und Designermöbel müssen es nicht sein. Hauptsache Möbel. Selbstverständlich sollen sie ihren Zweck erfüllen und auch hübsch aussehen, aber für ein Etikett zu bezahlen, um damit anzugeben, ist Unsinn. Da müssen sich die betreffenden die Frage gefallen lassen: „Richten Sie Ihre Wohnung für sich ein, oder für andere?“ Das gleiche gilt beim Auto. Ein Gebrauchtwagen im guten Zustand sollte seinen Zweck erfüllen.

Mut

Wer bescheiden lebt, hat bei einem durchschnittlichen Verdienst (auch wenn es der untere Durchschnitt ist) am Monatsende auch was über. Das heißt, die betreffenden erwirtschaften ein Plus, anstatt nur Schulden zu verursachen und mit hohen Zinsen mühsam abzuzahlen. Dieses Geld kann nun investiert werden. Investieren heißt nicht, dass es auf einem Festgeldkonto verrottet. An dieser Stelle ist Mut angesagt! Es existieren unzählige spannende Investmentmöglichkeiten auf dem Markt, wie zum Beispiel Aktien, Immobilien der unterschiedlichsten Art (Hotels, Pflegeimmobilien, Seniorenwohnheime ...), diverse Fonds, Investitionen in ökologische und soziale Projekte, in Drittweltstaaten, in Unternehmen mit innovativen Technologien in Kryptowährungen, CFDs usw. Zugegeben, viele davon sind nicht ohne Risiko. Allerdings kommen sie einer Pseudoexistenz, die auf einem ungesicherten Arbeitsverhältnis, mit einem schlecht oder gar mittel bezahlten stumpfsinnigen Job, in Punkto Risiko gar nicht nach. Zumal es sich hier um Kapital handelt, dessen Verlust zu verkraften ist. Es ist eben das Geld, das über war. Beim Spießer-Modell hängt stattdessen die ganze Existenz an einer unglücklichen, teuren und unsicheren Investition. Geht was schief, sind die betreffenden ruiniert. Die Risikoinvestoren hingegen, haben immer noch ihre Wohnung, den Gebrauchtwagen und das Geld zum Lebensunterhalt. Es ist natürlich sehr ärgerlich, wenn der ganze Einsatz weg ist (wobei das selten passiert), aber damit ist noch lange nicht alles verloren. Dann heißt es sparen und auf ein Neues.

Wissen  

Mut allein reicht allerdings nicht, insbesondere wenn man sich selbst ein Depot aus Mischfonds zusammenstellt, auf die Entwicklung von Währungen setzt oder mit CFDs und Kryptowährungen tradet. Da empfiehlt es sich, den jeweiligen Markt zu studieren.

Kreativität

Viele Leute sind mit Werbeseiten reich geworden, später kamen die Blogger, dann die Youtuber. Für all das ist es jetzt zu spät. Aber das sind Beispiele für Trends, die der konservative Bürger gar nicht erst wahrnimmt, geschweige denn ernst nimmt. Heute ist im Künstlerischen Poetry Slam hoch angesagt. In der Wirtschaft sind es die Kryptowährungen, gefolgt von CFDs und Binäroptionen. Im Bereich der Forschung sind es neue Technologien, die insbesondere mit Vernetzung zu tun haben. Das nur, um mal ein paar Beispiele zu nennen.
Es bringt aber nichts, zwanghaft auf einen Zug aufzuspringen. Wer jetzt künstlerisch und literarisch nicht begabt ist, sollte nicht anfangen, Texte zu verfassen. Es wird nicht funktionieren. Wer keinen Sinn für IT hat, sollte nicht beginnen, Programme zu schreiben. Und wer wirtschaftlich kein Gespür hat, wird beim Traden sein ganzes Geld in den Sand setzen. Demnach empfiehlt es sich, einfach das zu machen, was einem liegt. Denn da wo die Interessen sind, da liegen auch die Kompetenzen. Das Ganze gilt es zu verbinden mit den neuesten Trends. Das heißt, wer gut redaktionell schreiben kann, sollte keine Zeitung rausbringen, da Print sich auf dem absteigenden Ast befindet. In dem Fall empfiehlt sich ein Onlinemagazin oder ein Blog. Wer schauspielerisches Talent hat, sollte nicht eine teure Schauspielschule besuchen und anschließend Jahre lang kellnern, in der Hoffnung eindeckt zu werden. Hier empfiehlt sich ein eigener Vlog.
Durch die Kombination aus Interesse/Kompetenz und neuem Trend ist es schon vielen Menschen gelungen, ihr Hobby zum Beruf zu machen und damit reich zu werden. Wer das nachmacht und dann auch noch clever investiert, kann viel erreichen.