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02. Januar 2018 | Autor: Jennifer Gregorian

Rumänische Krautsuppe – vegan, fettarm und reich an gesundem Eiweiß

Ciorba de varza

Und wieder mal haben wir ein traditionelles Rezept erfolgreich „verunglimpft“. Die Krautsuppe wird in Rumänien mit vielerlei Sorten Fleisch und viel Fett zubereitet. Die vegane Detox-Variante hat sie aber in Punkto Geschmack überholt. Dazu ist sie fettarm, reich an Eiweiß und gut bekömmlich.

Rumänische Krautsuppe – vegan / SpIn
Rumänische Krautsuppe – vegan / SpIn

In Rumänien ist man diese Suppe immer einen Tag nach der Silvesterfeier. Sie ist nämlich gut gegen Kater. Aber auch wenn man keinen Alkohol trinkt, kann man die rumänische Krautsuppe, oder Ciorba de varza (so der Originalname) genießen. Dazu ist die vegane Detox-Variante der ansonsten sehr fett und cholesterinhaltigen rumänischen Krautsuppe weitaus bekömmlicher und einfacher zuzubereiten. Während man mit dem Original mindestens einen ganzen Tag beschäftigt ist, braucht man für die vegane Krautsuppe nur eine halbe Stunde – abgesehen von dem Einweichen der Sojateile am Vortag. Und kochen müssen die Dinger auch noch davor. Aber das tun sie von alleine. Dabei muss man sich nicht um sie kümmern.
Die vegane Ciorba de varza eignet sich zudem hervorragend für Sportler: Sie enthält viel gesundes Protein bei einem niedrigen Fett- und Kohlenhydratanteil. Dazu fördern das Sauerkraut und der Kümmel den Stoffwechsel.
Insgesamt ist die rein pflanzliche rumänische Krautsuppe eine verbesserte, modernisierte Form des Althergebrachten. Traditionalisten hören das sicher nicht gerne. Aber alles entwickelt sich weiter, auch unser Essen. Probieren Sie das Rezept es aus, Sie werden begeistert sein!

Das hier vorgestellte Rezept ist für eine große Menge gedacht. Am ersten Tag des neuen Jahres hat man meistens Besuch. Außerdem wird die Suppe noch besser, wenn sie ein bis zwei Tage steht.

Zutaten:

- 150g Sojaschnetzel oder -würfel
- 100g Räuchertofu
- 50g Parboiled Reis
- 120g vegane Weißwurst
- 500g Sauerkraut
- 20g Sonnenblumenöl zum Anbraten
- 1 Zwiebel
- 2 Zehen Knoblauch

Würzmittel:

- 1 Prise Zitronensaft (auch Konzentrat)
- Gemüsebrühe
- Sojasauce
- Rotes Paprikapulver (viel)
- Lorbeerblätter
- Liebstöckel
- schwarzer Pfeffer gemahlen
- scharzer Pfeffer als Körner
- Kümmel
- 1 Prise Bierhefepulver (optional)

„Rahm“

- 1 Packung Pflanzensahne (keine süße Sahne und auch keine Schlagsahne, ansonsten kann es Soja-, Hafer-, Mandel- oder Reissahne sein, ganz egal)
- 1 halbe Zitrone
- Salz


Zubereitung:

Sojaschnetzel oder -würfel in Wasser einlegen (am besten schon ein Tag davor). Danach kochen, bis sie weich sind. Das Wasser abgießen und leicht aus ihnen herauspressen. Sie mit Gemüsebrühe und Sojasauce abschmecken und etwa 15 Minuten ziehen lassen.
In der Zeit einen großen Topf mit Wasser aufstellen. Reis, Gemüsebrühe, Pfefferkörner und Lorbeerblätter dazugeben und zum Kochen bringen.
Eine Pfanne aufstellen und die Sojawürfel im Sonnenblumenöl anbraten. Es ist ratsam, nicht gleich das ganze Öl reinzugießen, sondern nach und nach dazu zu gaben. Andernfalls saugen sie sich mit Öl voll und brennen unten an. Wenn die Sojawürfel (oder wahlweise Schnetzel oder beides) leicht Farbe bekommen haben, können der Räuchertofu und die Weißwurst dazu. Natürlich sollten Sie sie davor in kleine Stücke schneiden. Ebenso die Zwiebel, die dann beigefügt wird, wenn alles schon knusprig gebraten ist. Zum Schluss kann noch die Hälfte des Sauerkrauts mit in die Pfanne.
In der Zwischenzeit müsste der Reis schon fast fertig gekocht sein. Dann kommen das restliche Sauerkraut und der Knoblauch (in ganz kleine Stücke gehackt) in den Topf und Sie können die Suppe mit den oben genannten Würzmitteln abschmecken. Zum Schluss geben sie das „Fleisch“ und den restlichen Pfanneninhalt in die Suppe. Dann kurz ziehen lassen, fertig!
Ein Äquivalent zu Rahm kann man mit jeder beliebigen Pflanzensahne erzeugen. Dazu gibt man die Sahne in eine kleine Schüssel, salzt sie und rührt den Saft einer halben Zitrone ein. Das war's schon.
Nun können Sie die Suppe servieren. Traditioneller Weise wird Weißbrot dazu gegessen. Sie können aber auch ein selbstgebackenes dunkles Brot dazu auftischen. Rezepte hierzu finden Sie bei uns zu genüge. Die Schüssel mit dem Rahm können Sie mit einem Löffel auf den Tisch stellen, damit alle sich nach Belieben bedienen.