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23. Februar 2018 | Autor: Jennifer Gregorian

Ripple, Cardano und Stellar bleiben

Die Konsequenzen von Regulierungen von Kryptowährungen in China, Indien und Südkorea

Die EZB hat die Regulierung von Kryptowährungen zwar auf unbestimmte Zeit verschoben, aber in anderen Ländern, wie China, Indien und Südkorea geht es diesbezüglich schon heiß her. Was kann eine Regulierung bewirken und welche Coins werden betroffen sein?

Cardano / © immimagery - Fotolia.com
Cardano / © immimagery - Fotolia.com

Erst kursierten Gerüchte von Verboten. Vielleicht waren selbige auch tatsächlich angedacht. Aber so kontraproduktiv kann doch keine Regierung handeln! Schließlich geht es um einen lukrativen und zukunftsträchtigen Markt. Die Regierungen von China, Indien oder Südkorea wollten doch nur was vom Kuchen abhaben. In Europa geht das automatisch: Einnahmen aus der Investition in Kryptowährungen sind wie Aktien zu versteuern. Ist logisch. Da können sich die Staaten Zeit lassen mit der Regulierung. Denn selbige würde lediglich bewirken, dass Menschen ihre Kohle nicht mehr in den Sand setzen und dass der Markt von Betrügern gesäubert wird. Aber das kann Regierenden herzlich egal sein. Als ob sie sich jemals dafür interessiert hätten, wer sein Geld wo verspielt. Daher wird die Sache in Europa auch entspannt angegangen. In den besagten Ländern jedoch geht es um mehr, als um das Stück Kuchen. Die Regierungen wollen ihre Macht demonstrieren. Bitteschön, dann wird es eben keine horrenden Gewinne und Verluste mehr geben und Scam wird auch nicht mehr so leicht Fuß fassen. Betrüger müssen sich neue Strategien einfallen lassen und Börsen sich besser absichern. Ist ja nicht weiter dramatisch. Aber jetzt kommen wir zum dramatischen Part: Komplett anonyme Währungen könnten dort auf den Index geraten. Sie schützen zwar die Privatsphäre, aber sie öffnen auch Kriminellen Tür und Tor. In Europa wird man weiterhin in Dash, Monero oder Verge investieren können. In den regulierten Staaten vielleicht bald nicht mehr. Außerdem könnten auch Projekte aussortiert werden, die keinen Mehrwert bieten, also bei welchen der Preis nicht mit dem Wert übereinstimmt. Zentrale, offene Währungen, wie Ripple, Cardano und Stellar werden all das sehr wahrscheinlich unbeschadet, oder gar gestärkt durch die wegfallende Konkurrenz, überstehen. Sie sind offen und wollen gezielt mit Banken, Versicherungen, anderen Finanzdienstleistern und Staaten zusammen arbeiten. Dazu handelt es sich um vielversprechende Projekte. Das heißt nicht, dass man etwa in Dash nicht mehr investieren solle, zumindest wenn man in Europa lebt. Man muss aber vorsichtig sein. Es könnte nämlich passieren, dass die besagten Staaten anonyme Währungen verbieten. Dann würde der Kurs ziemlich stark abstürzen. Kurz gesagt: Für Investoren ist es sehr wichtig, nicht nur auf einen Hype aufzuspringen, sondern sich mit den Projekten hinter dem jeweiligen Investment ausgiebig zu befassen und dazu die wirtschaftspolitischen Geschehnisse stets zu verfolgen.