Mit der Nutzung unserer Webseite stimmen Sie zu, dass wir Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen.

Suche öffnen
29. September 2017 | Autor: Jennifer Gregorian

Protestwähler – alles Unsinn!

Zum AfD-Erfolg: Aus Protest wählt niemand Rassisten und Faschisten

Vielmals ist in den Medien von Protestwählern die Rede, sobald Erklärungen für den schnellen Aufstieg der AfD gesucht werden. Doch der Ansatz ist falsch. Zu den Hintergründen.

AfD Bundesparteitag am 23. April 2017 in Köln, MARITIM Hotel / Olaf Kosinsky / CC BY-SA 3.0 de
AfD Bundesparteitag am 23. April 2017 in Köln, MARITIM Hotel / Olaf Kosinsky / CC BY-SA 3.0 de

Die AfD ist eine rassistische, faschistische Organisation. Das haben nicht nur wir von Spezialinfo mehrfach nachgewiesen. Das ist also offensichtlich und allgemein bekannt. Wer die AfD wählt, macht das nicht aus Protest! Die betreffenden Wähler müssten selbst Rassisten und Faschisten sein oder zumindest dem Rassismus und Faschismus gegenüber nicht negativ gesinnt sein. Ginge es wirklich nur darum, irgendwas aus purem Protest zu wählen, könnten die Protestwähler auf Die Partei, Die Violetten, Die Frauen, Partei für Soziale Gerechtigkeit, Die Partei der Nichtwähler uvm. Zurückgreifen. 2017 standen rund 30 Splitterparteien zur Verfügung, die nichts mit Rassismus und Faschismus zu tun haben. Folglich besteht gar kein Anlass, die AfD aus Protest zu wählen.
Nun könnte man behaupten, die angeblichen Protest-AfD-Wähler wollten den Etablierten mit ihrem Kreuzchen eines auswischen. Aber wegen eines Denkzettels die Demokratie aufs Spiel zu setzen und in Kauf zunehmen, dass in Deutschland wieder eine faschistische Diktatur entsteht? Wohl kaum! Hierfür bedarf es mindestens einer minimalen Sympathie für faschistische Ideen sowie für Rassismus und Fremdenfeindlichkeit.