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02. Januar 2018 | Autor: Jennifer Gregorian

Profi-Fußballerinnen aus Norwegen sollen gleichen Lohn erhalten, wie männliche Kollegen

In Norwegen soll es bereits in diesem Jahr keine Unterscheide mehr zwischen Frauen- und Männerfußball geben, zumindest was die Entlohnung anbelangt. Endlich! Allerdings hat die Sache einen Haken: Frauenfußball ist noch nicht so sehr in der Gesellschaft angekommen, wie Männerfußball. Die Diskrepanz zwischen Mann und Frau spiegelt sich in allen Bereichen wider, auch im Sport.

Frauen Nationalmannschaft aus Norwegen, Spiel gegen Deutschland 2009 / Photo: Gargoyle / CC BY 3.0
Frauen Nationalmannschaft aus Norwegen, Spiel gegen Deutschland 2009 / Photo: Gargoyle / CC BY 3.0

Nach einer Entscheidung des Norwegischer Fußballverbandes sollen Profi-Fußballerinnen den gleichen Lohn bekommen, wie ihre Kollegen. Das ist fair, sie leisten die gleiche Arbeit, müssen ebenso häufig trainieren und tragen das selbe Risiko. Allerdings verdienen sie weniger Geld. Wie kommt das? Der Verdienst von Fußballmannschaften stammt aus Werbeeinnahmen. Und mit Frauen wird weniger Werbung gemacht (außer sexistische, aber das ist ein anderes Thema). Dazu bekommen männliche Fußballspieler mehr Geld, wenn sie ihr Logo oder ihre Fotos auf Shirts, Süßigkeiten oder Aufkleber drucken lassen. Frauenfußball steht immer noch im Schatten des Männerfußballs – ebenso wie die Frau in allen Bereichen immer noch im Schatten des Mannes steht – selbst in den ach so aufgeklärten und emanzipierten westlichen Staaten.
Nach dem Norwegischer Fußballverband sollen Männer nun ihren Kolleginnen von ihren eigenen Einnahmen was abgeben, bist Gleichheit herrscht – zumindest auf der finanziellen Ebene. Gleicher Verdienst ist fair, Geld abgeben allerdings nicht. Gleichheit und Fairness werden erst hergestellt sein, wenn der Frauenfußball den gleiche Stellenwert hat wie Männerfußball, oder gar, wenn Frauen zusammen mit Männern in den Mannschaften spielen. Aber wir sind ja auch dem Weg Richtung Gleichberechtigung (mit Backlashes dank Islamisten, Nazis und Rechtspopulisten, aber immerhin). Der Ansatz ist dafür schon mal nicht schlecht. Mal sehen, wie es weiter geht.