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27. Juli 2018 | Autor: Jennifer Gregorian

Portugal will mehr Flüchtlinge

Während die anderen EU-Staaten stets bemüht sind, „Menschen zweiter Klasse“ die Türe vor der Nase zuzumachen, ist ihnen ganz entgangen, dass Portugal in der Flüchtlingspolitik einen anderen Kurs anschlägt. 

Ein Alfa Pendular im Bahnhof Lissabon Oriente / CC BY 2.5 /  https://www.flickr.com/photos/antoniomlcabral/445111643/in/set-72157600003199034/ GFDL
Ein Alfa Pendular im Bahnhof Lissabon Oriente / CC BY 2.5 / https://www.flickr.com/photos/antoniomlcabral/445111643/in/set-72157600003199034/ GFDL

„Eigentlich wollten wir viel mehr Menschen herholen“, äußerte Portugals Innenminister Eduardo Cabrita gegenüber dem Deutschlandfunk. Portugal will die Menschen aufnehmen und dort behalten. 

Seit 2012 sinkt die Geburtenrate und rund 75.000 neue Einwohner pro Jahr seien notwendig, um dem Bevölkerungsschwund entgegen zu wirken. Aber Portugal geht es nicht nur um die Situation im eigenen Land, sondern vor allem um Solidarität mit den Geflüchteten. Innerhalb der Bevölkerung herrscht eine Willkommenskultur mit einer hohen Hilfsbereitschaft. Der Rechtspopulismus ist kaum spürbar.  Hört sich alles traumhaft an! Dennoch kommen zu wenige Flüchtlinge in Portugal an: Statt 3.000 kamen, im vergangenen Herbst, lediglich 1.500 Menschen über das EU-Umverteilungsprogramm ins Land. Die Hälfte davon ist schon wieder abgereist. Der Grund dafür ist, dass Portugal mit seinen tollen Offerten kaum bekannt ist. Die Geflohenen zieht es in die Staaten, von welchen sie gehört haben und wo bereits ihre Verwandten und Bekannten sind.