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15. Oktober 2017 | Autor: Jennifer Gregorian

Herzlichen Glückwunsch, Sie sind Nummer 200.000!

Kommentar zur Pseudo-Obergrenze

Flüchtlinge Ankunft Köln-Bonn / © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0
Flüchtlinge Ankunft Köln-Bonn / © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0

Konfetti, Luftballons und Tröten und dann ertönt eine Stimme: „Herzlichen Glückwunsch, Sie haben gerade eben die Arschkarte gezogen und müssen wieder zurück.“ Zurück dorthin, wo das Haus in Trümmern liegt, die Familie sich vor Terroristen versteckt und vergebens hofft, durch Nr. 200.0001 lebendig raus zu kommen. Pech gehabt! Einen muss es ja treffen. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Ding nun „Obergrenze“, „Zahl“ oder „Wir höhlen das Asylrecht aus, Teil IV“ heißt. Die Grünen sind am Schnauben. „Was ist, wenn der 200.001ste Mensch Recht auf Asyl hat?“, fragt Hofreiter. Durch diesen faulen Kompromiss ist Jamaika in ernsthafter Gefahr. Das kann man nicht einfach wegkiffen und weiter machen. Aber man muss es gar nicht so eng sehen! Die neue Pseudo-Obergrenze ist schließlich nur ein „Richtwert“. Quasi ein Placebo für Seehofer, der noch nicht mitbekommen hat, dass nur noch ein Rudiment des Deutschen Asylrechts wirksam ist und die EU bereits zig Schurkenstaaten besticht, Fliehende aufzuhalten.