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21. September 2015 | Autor: Jennifer Gregorian

Neue US-Atomwaffen in Deutschland – Provokation an Russland

Anstatt dass vorhandene US-Nuklearwaffen abgebaut werden – wie 2010 im Bundestag beschlossen – kommen nun neue hinzu.

Fliegerhorst Büchel // Urheber: Stahlkocher / GNU Free Documentation License / CC BY-SA 3.0
Fliegerhorst Büchel // Urheber: Stahlkocher / GNU Free Documentation License / CC BY-SA 3.0

2010 hatte der Bundestag mehrheitlich beschlossen, dass die Regierung sich um den Abzug der US-Nuklearwaffen von dem Bundeswehr-Fliegerhorst Büchel in Rheinland-Pfalz bemühen solle. Stattdessen werden dort in den kommenden Tagen 20 neue US-Atombomben vom Typ B 61-12 stationiert. (Quelle: US-Haushaltspläne, die dem ZDF-Magazin „Frontal 21“ vorliegen). Diese sollen laut Rüstungsexperten zielsicherer sein, als die bisher dort gelagerten Nuklearwaffen. Ihre Sprengkraft soll der von 80 Hiroshima-Bomben gleichkommen.
Im Kriegsfall sollen deutsche Tornado-Piloten im Rahmen der NATO-Strategie „Nukleare Teilhabe“ mit den amerikanischen Bomben Angriffe fliegen.

Die Bundesregierung plant dazu den Standort Büchel mit rund 120 Millionen Euro weiter auszubauen. U.A. neue Landebahnen und eine Modernisierung des Flugplatzes stehen auf dem Plan.

Russland sieht diese Vorhaben als Provokation und beanstandet Verletzung des Vertrages über die Nichtverbreitung von Kernwaffen. Auch Der frühere Parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Willy Wimmer (CDU) ist dieser Ansicht: „Das ist eine bewusste Provokation unserer russischen Nachbarn.“

Die USA scheint viel vor zu haben

Auch US-Luftwaffenbasen in der Türkei sowie in Italien sollen modernisiert und mit Nuklearbomben vom Typ B 61-12 ausgestattet werden.

Sendung am Dienstag, 22. September 2015, 21.00 Uhr im ZDF