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26. Februar 2018 | Autor: Jennifer Gregorian

Nazis besorgt um Frauen?

Die Besorgnis der Frauenverächter aus den Kreisen der AfD, Pegida, Identitären und anderem braunen Sumpf, ist scheinheilig. Zu den Hintergründen:

Schwangere Frau am Herd / © JackF - Fotolia.com
Schwangere Frau am Herd / © JackF - Fotolia.com

Die Faschos sind Heuchler: Sie wollen Frauen an den Herd fesseln und zu Gebärmaschinen degradieren. Aber sobald ein Mann mit Flüchtlingsstatus eine angreift, tun sie, als seien sie die Erfinder der Gleichberechtigung. Sexismus ist international. Natürlich gibt es kulturspezifische Verbrechen. In dem Kontext könnte man z. B. auch fragen, weswegen die Nazis gegen die Morde an neugeborenen Mädchen und das Zusammenschnüren der Füße in China nicht vorgehen. Ganz einfach: Die Chinesen sind nicht ihr Feindbild. Es sind die Muslime und die Juden. Die Juden sind aber wenige. Die Vorgänger und Vorbilder der Neuen Rechten haben sie bereits zu einem großen Teil vernichtet. Zudem sind jüdische Menschen innerhalb der Gesellschaft unauffällig. Außerdem finden bei ihnen Ehrenmorde, Zwangsehen, Verbannungen etc. gar nicht mehr statt. So beschränkt man sich darauf, ihnen Kapitalfaschismus (Rothschilds) zu unterstellen. Was Femizide angeht, werden nur Straftaten aus muslimischen Zusammenhängen thematisiert. Dabei wird bewusst ignoriert, dass Verbrechen wie Ehrenmorde und Zwangsheirat auch in zig anderen Kulturen beheimatet sind. Dadurch werden wichtige Zusammenhänge verschleiert.
Nazis missbrauchen folglich die Opfer. Es reicht nicht, dass eine Frau ermordet wurde, nach ihrem Tod wird der Mord noch zu Propagandazwecken herangezogen. Das war ganz deutlich bei der jungen Frau der Fall, die in Freiburg von einem Flüchtlinge umgebracht wurde. Sie hat sich immer für Geflohene eingesetzt und wollte bestimmt nicht, dass Nazis auf Demos ihr Bild hochhalten.


Was noch auffällt: Nazis stören sich nicht daran, dass Frauen in Jemen, Libanon, Lybien, Iran, Irack, Pakistan, ... zwangsverheiratet, gefoltert und auch nicht selten ermordet werden. Es stört sie nicht, dass Zigeunermädchen in Ungarn, Rumänien, Kroatien usw. ab neun Jahren zawangsverheiratet werden. Dass Frauen in vielen ländlichen Regionen des Fernen Ostens verbrannt oder anderweitig umgebracht werden, wenn sie z. B. unverheiratet schwanger werden. Die Betreffenden wollen erst gar nicht, dass diese Mädchen und Frauen nach Deutschland gelangen, wo sie eine minimale Chance hätten, dem Schicksal zu entkommen. Hauptsache solche Verbrechen finden außerhalb der Grenzen statt. Das ist scheinheilig.