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02. Mai 2016 | Autor: von Jennifer Gregorian

Früher war alles besser, auch die Nazis

Über alte und neue Rechte 

NPD-Mitglieder / Bundesarchiv, Bild 183-1990-0115-032 / Kluge, Wolfgang / CC-BY-SA 3.0
NPD-Mitglieder / Bundesarchiv, Bild 183-1990-0115-032 / Kluge, Wolfgang / CC-BY-SA 3.0

Mit Hakenkreuzaufnähern, erhobenem Arm und erhobenem (Glatz)Kopf, so stellt man sich den stolzen Nazi vor – eine aussterbende "Rasse". Der Nazi von heute ist anders: Subtil, diskret, angepasst, fast schon zu normal und vor allem verlogen – ein Softi, Waschlappen und Schlappschwanz, im Vergleich zu seinem Vorgänger. Er jammert den ganzen Tag herum und versinkt im Selbstmitleid, während der Altnazi noch Nägel mit Köpfen gemacht hat: Alles was ihm nicht in den Kram gepasst hat, hat er mit seiner Keule, pardon, mit seinem Baseballschläger, kurz und klein geschlagen.
Der starke Mann, alias der Schlägertyp, und die dicke blonde Gebärmaschine sind aber obsolet und nicht mehr zweckdienlich, da nicht massentauglich. Der moderne Nazi, ist nicht stark und stolz, er ist ein Looser, der sich als normaler Bürger ausgibt. Und er verleugnet sich selbst. Er ist nicht stolz ein Nazi zu sein. Er sieht das sogar als Beleidigung. "Nazis" sind out, sie sind eine Randgruppe, die niemand lieb hat. Asoziale sind das! Die "besorgten Bürger" und "Asylkritiker" sind die Zukunft. Gefakete Prototypen des Otto Normalbürgers, massentauglich und unauffällig - dieser Typus, der sich aus strategischen Gründen selbst verleugnet, damit alle, die ihr Hirn an den Garderobenhaken gehängt haben, glauben, er sei ein Repräsentant der Mitte, macht sich in ganz Europa und Nordamerika breit.

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Da könnte man glatt sentimental werden und sich die hässlichen, asoziale Elemente zurückwünschen (die noch nicht ganz verschwunden sind). Die vormalige Produktion hatte durchaus ihre Vorteile: Man konnte jedes Element klar identifizieren, es sei denn, es war bei Schwiegereltern zu Besuch oder hatte ein Vorstellungsgespräch. Und niemand mochte sie. Die hirnlose Masse blieb davon völlig unberührt. Die dicken Bertas waren auch harmloser als etwa eine Petry, die "Frauen an den Herd" predigt, aber selbst auf den Bühnen der Politik herumturnt. Außerdem waren die Altnazis nicht so gefährlich, außer man begegnete ihnen nachts in einer engen Seitenstraße, man war sichtbar ausländischen Ursprungs oder lebte in einem Asylbewerberheim oder einem linken Wohnprojekt. Der neue verlogene Softnazi ist weitaus gefährlicher, er vermehrt sich im Eiltempo, radikalisiert die Bevölkerung und sein Einfluss zieht sich in Deutschland bis in die Landtage.

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