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19. Januar 2018 | Autor: Jennifer Gregorian

Mit ICO Geld verdienen

ICO-Infos und die richtige ICO-Auswahl

Was ist ICO? Und wie kann man damit Geld verdienen? In dem folgenden Artikel gehen wir auf diese Fragen ein. Außerdem erfahren Sie hier alles Wissenswerte rund um die Erstausschüttung von Altcoins.

ICO_© peshkov - Fotolia.com
ICO_© peshkov - Fotolia.com



Beim Initial Coin Offering (ICO) werden Altcoins zum ersten Mal der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das heißt, man kann die digitalen Münzen des jeweiligen Projekts beim ICO erstmalig erwerben. In der Regel ist die jeweilige Kryptowährung zu dem Zeitpunkt weitaus preiswerter, als wenn sie anschließend auf den Markt kommt. Zumeist kostet eine Münze nur wenige Bruchteile von Cents. So sollte es zumindest sein. Es gibt aber auch andere Offerten.

Kryptowährungen

Aber bleiben wir mal beim Anfang: Was sind Kryptowährungen? Kryptowährungen sind digitale Zahlungsmittel, die mittels kryptographischer Verfahren verschlüsselt und gesichert werden. Mit diesen speziellen Verfahren wird u. a. der rechtmäßige Besitz an den Münzen sichergestellt. Der Handel vollzieht sich über dezentralisierte Blockchain-Netzwerke, einer zukunftsweisenden Technologie. Allerdings sind nicht alle Kryptowährungen dezentral. Letztere punkten dafür mit anonymen Geldtransfers und ermöglichen Nutzern, ihre Privatsphäre zu schützen. Auf der anderen Seite werden dezentrale Währungen gerne von illegalen Geschäftemachern genutzt, was auch einen nicht zu unterschätzenden Anteil an ihrem Erfolg ausmacht.

Was sind Altcoins?

Neben dem bereits allseits bekannten Bitcoin, gibt es tausende weiterer Kryptowährungen. Das sind die sogenannten Altcoins, alias alternative Coins. Hinter jedem Coin steht ein innovatives technisches Projekt. Oder auch nicht, sondern lediglich ein Fake. Aber darauf kommen wir später zu sprechen. Die digitalen Taler dienen einerseits als Zahlungsmittel (allerdings in einem sehr begrenzten Rahmen, meist nur innerhalb des Projektnetzwerkes) und andererseits stellen Sie eine Art Investition in das jeweilige Projekt dar, ähnlich wie Aktien. Investoren können also Coins von dem Projekt ihrer Wahl erwerben und an dessen Gewinnen oder Verlusten teilhaben.

ICO – Äquivalent zu IPO

Als Initial Public Offering (IPO) bezeichnet man den ersten Börsengang von Konzernen. Investoren können dort günstig vielversprechende Aktien erwerben. Die Einnahmen von dem IPO nutzen die Firmen anschließend, um ihren Businessplan in die Tat umzusetzen. Wenn sie das gut hinbekommen, profitieren alle ihre Aktionäre. Die Gewinnmarge ist insbesondere bei denjenigen hoch, die als erste Anteile zu günstigen Preisen gekauft haben. Man denke nur mal an die Glücklichen, die einst für ein paar Dollar Aktien von Apple, Google, Facebook oder Snapchat ergattert haben.
Ähnlich verhält es sich bei den Kryptowährungen. Hier können diejenigen sich glücklich schätzen, die 2009 Bitcoins zu Centbeträgen gekauft haben. Vorausgesetzt sie haben die Coins nicht vorzeitig verkauft. Bei den ICO kann man, wie in der Einleitung erwähnt, Altcoins günstig kaufen.

 

Wie und wo kann man an einem ICO teilnehmen?

Geben Sie im Internet ICO-Liste ein. Dann gelangen Sie beispielsweise zu Coingecko, wo alle kommenden ICO, mit einer Kurzbeschreibung, nach Datum gelistet sind. Spricht Sie ein Projekt an, dann können Sie über die Seite Coingecko auf die Projekt-Website gehen. Dort finden Sie eine Beschreibung des Projekts, eventuell auch Videos, das White Paper (alias Businessplan) sowie den Zeitraum und die Bedingungen für die Teilnahme am ICO. Hierbei gilt zu beachten, dass man von Deutschland aus, leider nicht an allen ICO teilnehmen kann. 


Auswahl des ICO

An welchem ICO soll ich teilnehmen? Welches sind die Kriterien? Das sind die essentiellen Fragen bei dieser Sache. Wir geben Ihnen hier Anhaltspunkte, um ICO sorgfältig auszuwählen.

Zu teures ICO

Wie bereits angedeutet, ist nicht jedes ICO wirklich preiswert. So gibt es zum Beispiel ICO, bei welchen eine digitale Münze bereits einen Dollar kostet. Hierbei ist von einer Teilnahme abzuraten. Schließlich handelt es sich noch nicht um ein laufendes Projekt oder ein erfolgreiches Unternehmen, sondern nur um eine Gruppe von Menschen, die eine Idee haben. Die Idee kann Lücken haben oder das Team kann sich zerstreiten, mit dem Geld abhauen usw. Es ist also nicht klar, ob der Altcoin jemals herausgebracht wird. Daher sollte man zur Risikominimierung die Investition überschaubar halten.
Angenommen, der Coin wird herausgebracht und niemand findet ihn spannend. So kann der Kurs schnell fallen. Ein Dollar klingt nicht viel. Aber wenn Sie beispielsweise 1000 Dollar eingesetzt haben, der Kurs auf 0,003 Cent fällt und dort erst mal bleibt, ist der Verlust nicht unerheblich.
Ferner deutet ein hoher Einstiegspreis auf Betrug hin. Das heißt, das Team will nur schnell Geld abkassieren und sich damit verziehen.
Ohnehin ist es ratsam, in ein günstiges ICO zu investieren, da man bereits wenn der Coin herausgebracht wird, ordentlich Profit machen kann. Zum Beispiel, wenn man für 1000 Dollar einkauft und ein Coin 0,002 Cent kostet. Sobald er dann an der Börse getradet wird, muss sein Kurs nur auf einen einzigen Cent steigen.
Allgemein gilt: Je niedriger Sie einsteigen, desto höher ist die Gewinnmarge und desto kleiner das Verlustrisiko. 

Vorsicht bei merkwürdigen ICO-Bedingungen

Den Unternehmen steht es frei, Bedingungen für Ihr ICO selbst festzulegen. So kann man bei einigen nur in Bitcoin oder Ehereum bezahlen. Hier müssen Sie einen höheren Zeitaufwand mit einkalkulieren: Umtausch von Fiatgeld in Bitcoins bei einem Exchange und Transfer der Bitcoins zur ICO-Page. Dazu müssen Sie beachten, dass jeder Umtausch Geld kostet. Auch wenn Sie ihr Geld herausnehmen möchten, müssen Sie es in Bitcoin oder Ethereum umtauschen, dann zum Exchange transferieren, dort in Euro umtauschen und dann auf ihr Konto einzahlen. Das sollte aber bei einem vielversprechenden ICO kein Hindernis darstellen.
Bei manchen ICO ist die Teilnahme nur ab einem bestimmten Einsatz möglich, zum Beispiel ab 5000 Euro. Das riecht nach Betrug.
Bei einigen ist die Teilnahme sehr Komplex: Man muss zum Beispiel Mitglied in einer von den Initiatoren erstellten Community sein, Facebook-Fan, dem Projekt auf Twitter folgen, bei Snapchat dabei sein, es bewerben usw. Die betreffenden wollen also den Anschein einer großen Gemeinschaft erzwingen und Werbekosten sparen. Da kann man seine Zeit und sein Geld besser investieren.  

Scam

Scam betedet Betrug, Täuschung. Das Konzept des ICO öffnet Betrügern Tür und Tor. Sie sind schließlich nicht dazu gezwungen, das jeweilige Projekt zu starten und mit ihren Coins an die Börse zu gehen. Genauso gut kann ihnen was dazwischen kommen. Das kann es in der Tat. Aber bei den Betrügern ist von vornherein nichts anderes geplant. Sie wollen mit dem ICO für ein Fake-Projekt schnell abkassieren und mit dem Geld abhauen.

Scam erkennen

Wie erkennt man Betrüger? Hier ein paar Indizien:
- Penetrante Werbung
- Horrende Gewinnversprechen
- Kein White Paper oder nur ein unzulänglicher, kaum ausgearbeiteter Businessplan
- Billiger Webauftritt
- Keine Personen mit einschlägiger Vita oder guten Reputation im Team
- Zu kleines Team
- Keine Angaben zur Marktkapitalisierung und anderen finanziellen Rahmenbedingungen
- Teures ICO
- Restriktive Teilnahmebedingungen

Um nicht auf Scam hereinzufallen, lesen Sie bitte immer das White Paper, verfolgen Sie die Initiatoren in den sozialen Netzwerken und hören Sie sich um, wie Menschen in einschlägigen Kryptoforen das Projekt einschätzen. Ausschlaggebend für die Ernsthaftigkeit eines Projekts ist ferner die Unterstützung einer Fangemeinde. Außerdem empfiehlt es sich, die Namen der Köpfe hinter dem Projekt zu googlen. Die Betreffenden sollten etwas mit Kryptowährungen, neuen Technologien etc. in ihrer Vita vorzuweisen haben. Jeder muss mal anfangen. Also kann es auch sein, dass hinter einem Projekt engagierte Newcomer stehen. Das lässt sich aber schwer ermitteln. Ferner sollte das Team hinter dem Projekt nicht zu klein sein. Drei Leute können zum Beispiel kein Riesenprojekt stemmen. In Einzelfällen schon, wenn man jetzt an Yahoo oder Facebook denkt. Aber generell sollte man dann doch genauer hinschauen. Möglicherweise ist ein sehr kleines Team von etwa zwei, drei Leuten ein Indiz für Scam. Oder es deutet darauf hin, dass die Betreiber mit Freelancern und Studenten zusammenarbeiten, weil das billiger ist, Stichwort Outsourcing. Das Vorhaben kann in solch einem Fall aber nie so gut gelingen, wie wenn alle an einem Strang ziehen (statt beispielsweise nur einen blöden, schlecht bezahlten Job erledigen).

 

Auswahlkriterien für das ICO

Aus den vorausgegangenen Beschreibungen erschließen sich bereits die Auswahlkriterien. Dennoch haben wir sie für Sie noch einmal anschaulich zusammen gefasst:

- Projekt

Das Projekt sollte Sie überzeugen. Es sollte etwas Sinnvolles sein, dass den Menschen Mehrwerte bietet und wofür es einen Bedarf gibt.

- Umsetzung

Das Team sollte bereits einen stichhaltigen Plan haben, wie es sein Vorhaben umsetzen will. Das sollte dem White Paper zu entnehmen sein.

- Finanzen

Die Projekt-Initioatoren sollten ihre finanziellen Angelegenheiten offen legen. Dann sollte die Marktkapitalisierung nicht zu gering sein. Ferner sollten die Initiatoren einen Finanzplan zur Realisierung ihres Vorhabens vorweisen.

- Das Team

Sehen Sie sich die Leute genau an. Würden Sie ihnen zutrauen, dass sie mit Ihrem Geld verschwinden? Dann Finger weg. Ferner sollten Sie – wie bereits dargelegt – die Vitas der betreffenden unter die Lupe nehmen, und zwar nicht nur auf ihrer eigenen Website.

- Community

Hat das Projekt eine große Fangemeinde? Wird es unterstützt? Stehen viele Menschen dahinter? Dann wären gute Zeichen.

- Presseresonanz, Social Media und Foren

Wie wird über das Projekt berichtet? Was sagen die Menschen in Internetforen für Kryptowährungen zu der Sache. Was halten Krypto-Youtuber von den Vorhaben? Wie präsentiert sich das Projekt in den Sozialen Netzwerken? Hat es viele Anhänger? Hier gilt es alles zu durchstöbern und sämtliche Pros und Contras auszuwerten.

- Abwicklungen

Komplizierte Anforderungen für die Teilnahme am ICO müssen Sie sich nicht geben. Auch restriktive Bedingungen haben Sie nicht nötig.

- Preise

Finger weg von teuren ICO! Das haben wir bereits eingehend erläutert. Zudem sind Altcoins an der Börse oft preiswerter als die teuren ICO. Also bringt es unter Umständen mehr, direkt dort zu investieren. Diese Projekte sind immerhin schon weiter.

 

ICO sind hoch riskant

Das Risiko bei den ICO sollten Sie nie außer Acht lassen: Die Einkäufe werden auf der Seite des Projekts verwaltet. Das heißt, die Betreiber können die Seite jederzeit aus dem Netz nehmen und sich verdünnisieren. Auch wenn keine böse Absicht dahinter sein sollte, kann es Jahre dauern, bis ein Projekt herauskommt und die Coins dann endlich an einer Börse gehandelt werden können. Es ist zudem durchaus möglich, dass das nie passiert. Fehler in der Planung, Das Team hat sich zerstritten, der Oberinitiator ist verstorben, … die Gründe können vielfältig sein.
Man kann das Risiko etwas im Zaum halten, indem man eine sorgfältige Auswahl trifft und keine zu teuren ICO unterstützt. Denn nur was hoch rankt, kann auch tief fallen.

Mit ICO ansehnliche Gewinne generieren

Mit ICO ist es möglich, durch kleine Einsätze sehr große Gewinne zu erzielen. Allerdings nur, wenn man die Projekte sorgfältig auswählt. Es empfiehlt sich ferner, die Investition auf mehrere Projekte zu streuen. Wenn eines nichts wird, kann dafür ein anderes in die Höhe schießen und die Verluste ausgleichen.