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01. Dezember 2017 | Autor: SpIn

Verständnis für den Messerstecher von Altena

Satire

Nachdem Rechte und Rechtsextreme in den sozialen Netzwerken stets ganz viel Verständnis für den Messerstecher von Altena hegen – dort bekommt er u. a. einen Opfer- und manchmal sogar einen Märtyrerstatus – und mehrheitlich behauptet wird, er sei kein Nazi, sind wir von Spezialinfo der Sache nachgegangen. Hier das Ergebnis unserer Recherchen:

Altena, Bebauung am Hang / Mbdortmund / GNU Free Documentation License, Version 1.2 only
Altena, Bebauung am Hang / Mbdortmund / GNU Free Documentation License, Version 1.2 only

Es ist doch ganz einfach: Ein gestrandeter Trottel, arbeitslos, frustriert, am Saufen, findet Gefallen an der aufkommenden Neuen Rechten. Jetzt hat er endlich einen Grund für sein Scheitern: Die Flüchtlinge. Wenigstens ist er es nicht selbst! Durch die Faschobewegung hat er zudem eine große Community und wird ständig mit abstrusem Input versorgt. Dann setzt sich sein Bürgermeister auch noch für die verhassten Flüchtlinge ein, während er das Geld für die Nebenkosten versäuft und ihm das Wasser abgestellt wird. Er zieht da gleich einen willkürlichen Zusammenhang, wie er es von den Rechten gelernt hat: Die Flüchtlinge haben sein Wasser ausgesoffen und der Bürgermeister ist schuld, denn er hat sie in die Stadt geholt. Okay, ist zu simpel. Noch ein Versuch: Der Bürgermeister hat sein Geld für die Flüchtlinge ausgegeben, anstatt ihm, dem aufrechten Toitschen die Wasserrechnung zu bezahlen. Jetzt haben wir's. Wer würde bitteschön in der Situation nicht zum Messer greifen. Messer ist da noch harmlos, Kalaschnikow.

Ein paar kleine Ausschnitte aus den Social Media-Kommentaren zum Attentat in Altona an Bürgermeister Andreas Hollstein (CDU)

Sliderbild Social Media-Kommentare, bei welchen Menschen Verständnis mit dem Täter äußern. / Hier Facebook / SpIn
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