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16. September 2015 | Autor: Jennifer Gregorian

40.000 Flüchtlinge in Bundeswehrkasernen / Merkel: „ … nicht mein Land.“

Während Ungarn immer rabiater gegen Flüchtlinge vorgeht, zeigt Deutschland erneut Bereitschaft zu helfen. „Wenn wir jetzt anfangen, uns noch entschuldigen müssen dafür, dass wir in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen, dann ist das nicht mein Land.“, mit diesem Satz sorgt die Kanzlerin für Schlagzeilen.

Flüchtlinge in an der ungarischen Grenze. // Quelle: Ungarn September 2015 / Urheber: Rebecca Harms from Wendland, Germany / CC BY-SA 2.0
Flüchtlinge in an der ungarischen Grenze. // Quelle: Ungarn September 2015 / Urheber: Rebecca Harms from Wendland, Germany / CC BY-SA 2.0

In Ungarn herrscht Ausnahmezustand. Flüchtlinge flehen die ungarischen Polizisten an, den Stacheldrahtzaun zu öffnen. Vergebens! Dieser bleibt für mindestens ein Monat dicht. An vielen Stellen eskaliert es. Die Polizei setzt Wasserwerfer und Tränengas ein – völlig überzogene Maßnahmen gegen Menschen, die einfach nur in Sicherheit sein möchten. Die Nerven liegen blank. Kein Wunder: Ein Monat lang Ungewissheit, Hunger und Kälte. Wer dennoch versucht, die Grenze zu überschreiten, wandert für bis zu fünf Jahre in den Knast. Schlimmstenfalls erfolgt die Abschiebung nach Syrien.

Nicht so Deutschland: Laut Außenminister Frank-Walter Steinmeier sollen am Wochenende 40.0000 Menschen einreisen. Nach Aussage der Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen sollen sie neben Soldaten in Bundeswehrkasernen untergebraucht werden. „In 27 Liegenschaften ist das bereits so“, erklärt von der Leyen.

„Wenn wir jetzt anfangen, uns noch entschuldigen müssen dafür, dass wir in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen, dann ist das nicht mein Land.“, betont Bundeskanzlerin Angela Merkel und setzt damit ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit.

Merkel wird gefeiert für ihre Hilfsbereitschaft, zu Recht! Die Menschen sind aber nicht freiwillig hier. Eine wirkliche Hilfe bestünde darin, vor Ort zu helfen. Es würde sogar schon reichen, Syrien in Ruhe zu lassen. Das heißt, nicht weiter Öl ins Feuer zu gießen und die Waffenexporte zu stoppen. Das Gleiche gilt für die USA und Russland, die ihren Krieg in Syrien austragen.

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