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01. April 2018 | Autor: Jennifer Gregorian

Du darfst in Deutschland alles sagen, außer einen Nazis als „Nazi“ bezeichnen

In Deutschland ist so gilt wie alles erlaubt, sogar Volksverhetzung ist neuerdings salonfähig. Die Meinungsfreiheit kennt nur drei Grenzen: 1. Sprich nicht über rituellen Missbrauch. 2. Misch dich nicht in die Machenschaften von Großkonzernen und Lobbys. 3. Nenne einen Nazi nicht „Nazi“.

Marek Peters / www.marek-peters.com /GNU Free Documentation License, Version 1.2
Marek Peters / www.marek-peters.com /GNU Free Documentation License, Version 1.2

Punkt eins ist so krass, das wir aktuell gar nicht viel dazu sagen. Informieren sie sich selbst. Zum zweiten Tabu: Wer sich mit der Rüstungs-, Auto-, der Fleischlobby oder der Sexindustrie anlegt, verringert seine Lebenserwartung radikal. Das Thema des Beitrage ist aber Punkt drei. Rechtsextreme von AfD und Pegida über die Identitären und den  Dritten Weg bis hin zur NPD und kahlgeschorenen Schlägertrupps haben es nicht so gerne, wenn man sie als „Nazis“ bezeichnet, was sie jedoch zweifelsohne sind. Das Wort ist negativ besetzt und schädigt ihren Ruf. Und wenn die Menschen es erst mal raffen, dass sie Nazis sind, werden sie ihnen nicht mehr so schnell nachlaufen. „Rechtspopulist“ hört sich dagegen voll entspannt an, fast schon seriös, aber das ist auch nicht das Wahre für die Protagonisten.
Jedenfalls bestehen die Nazis stets auf Meinungsfreiheit, wenn es darum geht, ungehindert ihre Volksverhetzung zu unterbreiten und den Wortschatz ihrer Vorgänger wieder salonfähig zu machen. Alles soll erlaubt sein, solange es den eigenen Zwecken dient. Aber sie als das zu bezeichnen, was sie sind, ist strengstens verboten. Politiker und Medienschaffende lassen sich von diesen Neonazis einen Maulkorb verpassen. Sie nehmen jede Beleidigung und Schmähung hin, rügen aber diejenigen, die es wagen die Worte „Nazis“ und „Rassisten“ im Kontext mit den Vertretern der braunen  Brühe – ganz gleicher welcher Nuance – verwenden. Das sei Diffamierung. Genauso könnten sie verlangen, dass man einen Rottweiler nicht mehr als Hund bezeichnen soll. Die betreffenden merken nicht, wie sie den Nazis in die Falle gehen, ihre Rhetorik mehr und mehr akzeptieren und auch ihre Verbote annehmen.
Die Mitläufer, für die ist es zu spät. Nun muss man sich aber um die Gegner des braunen Mobs sorgen, die sich dermaßen manipulieren lassen. Was werden sie denn noch alles tun und sagen, bzw. nicht mehr sagen, wenn die Regierung mal komplett braun sein sollte?