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30. August 2017 | Autor: Jennifer Gregorian

Linke: Merkel schuld am Aufstieg der AfD im Osten

Angela Merkel / European People's Party / CC BY 2.0
Angela Merkel / European People's Party / CC BY 2.0

Die Linke wirft Angela Merkel vor, sich zu wenig für dem Osten eingesetzt zu haben. Mag sein. Die Renten, z.B., sind immer noch nicht angeglichen. Und in vielen Regionen "sagt der Teufel gute Nacht". Aber die CDU, und im Besonderen die Kanzlerin, als Grund für den Aufstieg der AfD hinzustellen, ist dann doch etwas weit hergeholt, zumal die Linke selbst einen kleinen Anteil daran hat. Wer aus Armut zum Rassisten wird, bei dem sind ohnehin ein paar Schrauben locker. Da kann Merkel weder was für noch was dagegen. Aber wie sieht es mit der Linken aus. Viele ihrer Wähler, zumeist sozial abgehängte, sind zur AfD übergesprungen. Die ist zwar neoliberal, aber eine spannende Abwechslung. Vor allem haben die betreffenden eine Community, in der jeder Loser mal der King sein darf. Und so ein paar Feindbilder stärken bekanntlich das Zusammengehörigkeitsgefühl – eine wohl erprobte Strategie, unter anderem von einem Herrn mit Seitenscheitel. Also hat die Linke ihre Abtrünnigen zu wenig gebartpinselt und ihnen auch keine Assocommunity mit einer ganz eigenen Wahrheit geboten, die nur „erleuchtete“ Mitglieder verstehen. Da hätte sie doch mal drauf kommen können. Außerdem fehlt ohne Rassismus die Würze. Der Looser braucht jemanden, über den er sich stellen kann.