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12. August 2018 | Autor: Jennifer Gregorian

Europäische Werte - Knast für Leben retten?

Kapitän der Lifline angeklagt

Lifeline mit geretteten Menschen an Bord (21. Juni 2018) / Hermine Poschmann / MISSION LIFELINE / CC BY-SA 3.0
Lifeline mit geretteten Menschen an Bord (21. Juni 2018) / Hermine Poschmann / MISSION LIFELINE / CC BY-SA 3.0

Kapitän des Seenotrettungsschiffs »Lifeline«, Claus-Peter Reisch, soll ein Jahr hinter Gitter. Sein Vergehen: Die Rettung von 234 Menschenleben. So lautete die Anklage auf Malta nicht, das wäre auch etwas plump. Stattdessen wurden Reisch Formalitätenfehler zur Last gelegt. Der Kapitän des NGO-Schiffes gibt aber nicht auf: Er ist bereit bis vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zu ziehen. 

Ein gängiger Vorwurf, meist von rechts, lautet, die NGOs würden Schleppern zuarbeiten. Das ist aber völliger Unsinn: Die Schlepper sind Mörder, welchen es allein um Profit geht. Sie schicken die Flüchtlinge auf untauglichen Booten los, ohne sich Gedanken darüber zu machen, ob sie gerettet werden. Es ist ihnen völlig egal, ob NGOs vor Ort sind. Ansonsten wurden sie jetzt, wo aufgrund von Repressionen keine unkonventionellen Retter mehr aktiv sind, keine Flüchtlingsboote starten lassen.