Mit der Nutzung unserer Webseite stimmen Sie zu, dass wir Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen.

Suche öffnen
06. Dezember 2012 | Autor: JG

Lee D. Böhm – Kunst mit feministischem Anspruch

Lee D. Böhm zeigt traumhafte Figurationen und Druckgrafiken in der Berliner Galerie „Schröter Contemporary“. 

Ausstellung der Leipziger Malerin Lee D. Böhm in der Galerie „Schröter Contemporary“ in Berlin Prenzlauer Berg. / Photo: SPIN
Ausstellung der Leipziger Malerin Lee D. Böhm in der Galerie „Schröter Contemporary“ in Berlin Prenzlauer Berg. / Photo: SPIN

4. Dezember 2012, die Kollwitzstrasse in Berlin Prenzlauer Berg ist hell beleuchtet. Viele Lokale laden zum Essen und Beisammensein ein. Ein Alleinstellungsmerkmal kommt der Galerie „Schröter Contemporary“ zu. Nach dem Galeristen und Kurator, Gert Schröter, könnte die Ecke etwas mehr Kunst vertragen. Was seine Arbeit anbelangt, liegt sein Augenmerk bei jungen, aufstrebenden Künstlern, eben wie, Lee D. Böhm. Die Meisterschülerin der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst zeigt vom 4. Dezember 2012 bis zum 1. Januar 2013 Ölmalereien und Druckgrafiken in der einladenden Souterraingalerie. „Nach dem Nebel“ nennt sich die Einzelpräsentation: Aus dem „Nebel“ des Unbewussten entspringen die Inspirationen, die D. Böhm in perfektionierter Form manifestiert. So sieht man Figuren, oder besser gesagt Charaktere, und Szenen in leuchtend bunten Farben fast realistisch abgebildet. Fast, da überall mindestens eine surreale Komponente dabei ist. Meist handelt es sich um subjektive Assoziationen oder Interpretation, wie grüne Schlingpflanzen anstatt der Hand der „bösen Großmutter“, die einen kleinen Jungen greifen. Oder die überdimensionale junge Frau, die Männern, die so klein sind wie Puppen, im wahrsten Sinne des Wortes den Kopf verdreht. Die Leipziger Künstlerin liebt das „Spiel mit den Figuren“. Viele Maler haben gute Ideen, die sie nicht umzusetzen vermögen. Andere sind technisch einwandfrei, es mangelt ihnen jedoch an Kreativität. D. Böhm gehört zu den wenigen, die Phantasie und Können zu verbinden verstehen.  

Lukrative Rohstoffe - investieren Sie in unseren Planeten!

mehr erfahren


Übung – für die Kunst noch wichtiger als Talent

Schröter setzt ein gewisses künstlerisches Niveau voraus. Letzterem wird D. Böhm mehr als gerecht. Sie stellt einen hohen Anspruch an sich selbst: Ihre Werke findet sie „schon ganz gut“. Die ambitionierte Malerin hat aber vor „noch besser (zu) werden“. Sie will ganz hoch hinaus. Nicht zuletzt, da es wenige bekannte und gute Künstlerinnen gibt. Frauen war der Zugang zur Kunst bis vor nicht allzu langer Zeit verwehrt. Ausgenommen waren adelige, gelangweilte Damen, denen mann eine Lobby gewährte. Auch heute gibt es noch zig frustrierte Hausfrauen, die mit der Malerei eine Lücke zu füllen versuchen. „Die malen aber nicht gut.“, bemerkt D. Böhm treffend. Die Künstlerin weiß, dass Malerei eine Menge harter Arbeit bedeutet. „Übung und Motivation sind fast noch wichtiger als Talent.“ Zudem darf man niemals stehen bleiben, eine stetige Weiterentwicklung ist stattdessen essentiell. Um sich auf dem Gebiet der Malerei zu perfektionieren hat D. Böhm zig weitere Interessen geopfert, wie unter anderem die Musik. „Es war eine sehr schöne Zeit mit „Westwerk“ (= Elektroband, Anmerkung der Redaktion).“ Ständig auf Tour zu sein, wäre ohnehin nicht möglich gewesen: Die Künstlerin hat nämlich eine kleine Tochter. Die Entscheidung für die Malerei war keineswegs verkehrt: Obwohl es D. Böhm nicht darum geht, etwas Neues zu kreieren, ist die Kombination aus künstlerischer Inspiration und technischer Vollendung geradezu beispiellos. Bleibt zu hoffen, dass ihr ehrgeiziges Streben gebührend Anerkennung findet!

Sliderbild SPIN
Sliderbild SPIN
Sliderbild Lee D. Böhm / SPIN
Sliderbild SPIN

Die Ausstellung ist auf jeden Fall ein Muss für Kunstinteressenten!


Galerie Schröter Contemporary, Kollwitzstrasse 74, 10435 Berlin
Öffnungszeiten: Di – Fr 13-19 Uhr, Sa 10-18 Uhr
Die Ausstellung endet am 01. Januar 2013.

Ansprechpartner:
GERT SCHRÖTER
Kollwitzstrasse 74
10435 Berlin

+49 (0) 30 426 06 24
+49 (0) 151 400 427 59
gs@schroeter-contemporary.de