Mit der Nutzung unserer Webseite stimmen Sie zu, dass wir Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen.

Suche öffnen
04. März 2018 | Autor: Jennifer Gregorian

Kryptowährungen – leicht verständlich erklärt

Seit der Bitcoin sich zunehmender Medienpräsenz erfreut, im positiven wie im negativen Sinne, kommt immer häufiger die Frage auf, was man sich eigentlich unter dem Begriff „Kryptowährungen“ vorstellen kann. Viele assoziieren damit Investitionen in Luft, in eine Blase quasi. Trifft das etwa zu? Hier erfahren Sie alles Wissenswerte zum Thema digitalen Währungen.

Kryptowährungen (BTH, ETH, Litecoin) / © rcfotostock - Fotolia.com
Kryptowährungen (BTH, ETH, Litecoin) / © rcfotostock - Fotolia.com

Bei Kryptowährungen handelt es sich um digitales Geld. Bei diesen digitalen Währungen werden die Transaktionen mittel Kryptographie verschlüsselt und gesichert. Dazu gewährleistet das kryptographische Verfahren, dass die jeweiligen virtuellen Münzen ihrem rechtmäßigem Eigentümer zugeordnet werden und nicht doppelt ausgegeben werden können. Die meisten Kryptowährungen basieren auf einer Blockchain, einer digitalen Kette aus Blöcken mit Datensätzen. Diese bahnbrechende Technologie sorgt auch für einen höheren Sicherheitsstandard. Das System ist schwerer zu knacken. Außerdem gewährleistet die dezentrale Datenspeicherung einen Schutz der persönlichen Daten, wie wir in der konventionellen Finanzwelt schon lange nicht mehr genießen. Diese Anonymität, die durchaus ihre Vorteile aufweist, hat andererseits Kriminellen Tür und Tor geöffnet. Es ist sogar anzunehmen, dass die rasanten Anstiege der Kryptowährungen der ersten beiden Generationen zu einem großen Teil auf Geldwäsche und illegale Geschäfte zurückzuführen seien. Dafür kann allerdings die Technologie nichts, die zudem zukunftsweisend ist. Außerdem gibt es auch Kryptowährungen die nicht dezentral und anonym sind, wie etwa Ripple oder Cardano.

Der Bitcoin

Die Erste Kryptowährung war der Bitcoin. Er wurde 2008 herausgebracht und kostete damals nur wenige Cent. Zum Ende des letzten Jahres durchbrach der die 20.000 Dollar-Marge, erfuhr dann eine heftige Korrektur und ist gerade dabei sich davon zu erholen. Bei solchen horrenden Preisen ist er als Zahlungsmittel recht umständlich. Außerdem dauern die Transaktionen lange und sind nicht unbedingt billig. Dennoch akzeptieren einige Onlinehändler, Cafés, Restaurants, Hotels und Boutiquen in den Metropolen Bitcoins als Zahlungsmittel. Im asiatischen Lebensraum kann man damit sogar Immobilien und Autos erwerben.

Die Altcoins

Jedenfalls ist der Bitcoin sanierungsbedürftig und das Team hinter dem Coin streitet darüber, ob es zu einer Sanierung kommen soll. In der Zwischenzeit haben sich eine Reihe weiterer Kryptowährungen auf dem Kryptomarkt etabliert, die sogenannten Alticons. Sie stellen eine Alternative zum Bitcoin dar. Aktuell sind über tausend solcher alternativer Münzen auf dem Markt erhältlich. Hinter den meisten steht ein neuartiges technologisches Projekt. Das heißt, sie sind zugleich Währung und Innovation. Fast jedes Projekt strebt eine oder mehrere Problemlösungen an und zielt darauf, der Menschheit einen Mehrwert zu bieten. So hat beispielsweise Ripple eine Methode für den schnellen internationalen Transfer großer Geldbeträge geschaffen. Tron will den Menschen die Verfügungsgewalt über die eigenen Daten zurückgeben und dazu eine günstige Handels- und Austauschplattform schaffen. Siacoin will das Cloudsystem revolutionieren, indem es ihm eine dezentrale Gestaltung verleiht und seine Sicherheitsstandards erhöht usw.


Heiße Luft und Spekulationsblase?

Also handelt es sich bei der Investition in Kryptowährungen nicht um eine Investition in Luft. Zumindest nicht, wenn wirklich etwas hinter dem jeweiligen Projekt steht. Hinter einigen verbirgt sich nämlich tatsächlich nur heiße Luft. Die Betreiber wollen nur schnell Geld abziehen und sich damit aus dem Staub machen. Aber bleiben wir mal bei den seriösen Projekten: Auch hierbei kann es sich um eine Blase handeln, insofern der Kurs weit oberhalb des Wertes rangiert. In solchen Fällen ist eine Korrektur unausweichlich. Diese Blase kann bei Altcoins schnell entstehen, da viele Projekte nur als White Paper existieren und noch keine Konfrontation mit der Realität hatten.

Währung oder Spekulation

Die erste (Bitcoin) und zweite Generation (Ethereum, Dash) der Kryptowährungen hat sagenhafte Aufstiege erlebt. Die folgenden Kryptowährungen werden nicht mehr so enorm in die Höhe schießen. Das hießt, sie werden keine tausende, nicht einmal hunderte von Dollar erreichen. Nicht etwa, weil sie schlechter wären, sondern weil die meisten darauf ausgelegt sind, tatsächlich mal als Währung zu funktionieren. Das lässt sich schwer umsetzen, ein Coin mehrere tausend Dollar kostet. Also haben die Betreiber gleich die Maximalanzahl an Coins sehr hoch angesetzt. Investoren können immer noch sehr gute Rendite erwirtschaften, allerdings müssen sie mehr Geld einsetzen und sich etwas länger gedulden.

Steuern und Kryptowährungen

Erträge aus Investitionen in Kryptowährungen sind ebenso wie Rendite aus dem Aktienhandel zu versteuern.