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02. Mai 2012 | Autor: JG

Kostenloses Aktiendepot anlegen

Das Angebot an Aktiendepots ist riesig, was die Auswahl nicht gerade erleichtert. Ein selbstverwaltetes, kostenloses Depot ist nicht immer die beste Lösung und nicht jedes sogenannte „kostenlose Aktiendepot“ ist auch wirklich kostenlos. Außerdem sind noch viel mehr Faktoren zu beachten.

Kostenlose Aktiendepots sind meist nicht kostenfrei. / © imageteam - Fotolia.com
Kostenlose Aktiendepots sind meist nicht kostenfrei. / © imageteam - Fotolia.com

Aktiendepots sind beliebt, Tendenz steigend. Daher auch das geradezu unüberschaubare Angebot. Ohne ein gewisses Know-how ist es jedoch zu riskant, ein Depot selbst zu verwalten. Entscheiden sich Investoren für Letzteres, wollen sie in der Regel die Depotkosten sparen. Viele Finanzdienstleister werben mit kostenlosen Aktiendepots. Allerdings ist nicht jedes diesbezügliche Angebot tatsächlich kostenfrei. Zudem sind für eine umfassende Kostenrechnung noch viel mehr Details von Bedeutung.

Grundlegendes zu Aktiendepots

Abgesehen von Zockern geht es Investoren darum, ihr Kapital zu vermehren. Aktien sind aber ziemlich risikoreiche Anlageprodukte. Wer also kein Geld in den Sand setzen will, sollte nicht nur erschöpfendes Know-how mitbringen, sondern höchstens ein Viertel des Depots mit Aktien bestücken. Der Rest könnte beispielsweise aus Unternehmensanleihen und/oder Rentenfonds bestehen. Diese sind zwar dürftig verzinst, dafür aber sicherer. Zudem ist eine breite Streuung der Aktien von Vorteil. Ohnehin empfiehlt sich Vielseitigkeit bei der Auswahl der Anlageprodukte.
Selbstverständlich sollten Anleger nicht mehr Geld einsetzen, als sie zur Verfügung haben: Die Gefahr der Überschuldung ist zu groß. Das Einsatzkapital sollte auch so bemessen sein, dass ein eventueller Verlust keine mittelschwere Katastrophe nach sich zieht.

Kosten für kostenfreie Depots

Finanzdienstleistern ist es gestattet, mit sogenannten „kostenlosen Aktiendepots“ zu werben, sobald sie keine jährliche Grundgebühr verlangen. Daneben können aber sämtliche weitere Kosten anfallen, wie etwa Bearbeitungsgebühren. Hinzu kommen die Kosten für jede Transaktion. Hoch angesetzte Transaktionsgebühren kann eine nicht vorhandene Jahresgebühr auch nicht mehr ausgleichen. Daher ist beim Depotvergleich eine umfassende Kostenrechnung erforderlich.

Ein individuell günstiges Aktiendepot für Depotskonten

Ein kostenfreies, selbstverwaltetes Depot ist nicht immer die beste Lösung. Fehlt etwa das Know-how oder die nötige Zeit, um sich mit dem Depot und mit der Materie zu befassen, ist davon abzusehen. In dem Fall spart man Geld und Zeit, wenn man vertrauenswürdigen Finanzdienstleistern die Depotführung überlässt. Hierbei ist allerdings kein blindes Vertrauen gemeint. Verbraucher sollten nur dort ein Depot anlegen, wo alle Transaktionen und Entscheidungen transparent sind. Schließlich wollen sie ja wissen, was mit ihrem Geld geschieht.
Sind die Voraussetzungen für ein eigenständig verwaltetes Depot vorhanden, sind darüber hinaus ruhige Nerven gefragt. Häufige Käufe und Verkäufe steigern nur die Transaktionskosten und bringen in der Regel nicht viel ein. Stattdessen ist es ratsam längerfristig auf die „richtigen“ Aktien zu setzen und abzuwarten. Kleinere Kursschwankungen sind kein Grund zur Besorgnis.
Was für eine Person günstig ist, muss es nicht unbedingt auch für eine andere sein. Hierbei spielen viele individuelle Aspekte mit rein, wie u. a. die finanzielle Lage, die Risikobereitschaft, die Erfahrung mit dem Aktienhandel, die Ziele und Wünsche etc. Also geht der Depotauswahl ein Selbstcheck voraus. Unter anderem gilt es folgende Fragen zu beantworten: Wie viel Geld kann ich einsetzen, ohne dass mich ein Verlust ruiniert? Wie viel Risiko will und kann ich generell tragen? Wie lang oder kurzfristig benötige ich das angelegte Kapital? Wofür lege ich es an (zum persönlichen Vergnügen, für die Ausbildung der Kinder, für eine Weltreise, fürs Alter, …)? Wie viel Risiko vertragen meine Nerven? Wie steht es mit meinen Aktien-Kenntnissen? Habe ich die Zeit, mich eingehend mit den Entwicklungen der Börse zu befassen? Gewiss gibt es noch viel mehr Fragen, die man in dem Kontext klären sollte. Im Anschluss kann man sich die eigenen Kriterien notieren und davon ausgehend, das günstigste Aktiendepot ermitteln.