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21. Dezember 2017 | Autor: Jennifer Gregorain

Das Klimakiller-Baby

Laut einer neuen Studie sind Kinder die größten Klimakiller. Aber dazu braucht man doch keine Studie: Kinder sind kleine Menschen und was schlimmeres als Menschen gibt es für den Planeten nicht. Nennen wir das Kind doch gleich beim Namen: Die Menschheit ist nun mal das Krebsgeschwür der Erde.

Baby, 9 Monate alt // תהלה הרץ  / CC BY-SA 4.0
Baby, 9 Monate alt // תהלה הרץ / CC BY-SA 4.0

Wenn das Baby Glück hat und die Erde Pech wird es bis zu 90 Jahre alt. In dieser Zeit braucht es eine Menge Windeln, Spielzeug Kleidung usw. Später spült es literweise Wasser das Klo herunter, sorgt mit seinem Fleischkonsum für Regenwaldrodungen, fährt Auto, nutzt Smartphones, Tablets, Computer usw. Da kommt schon einiges zusammen. Nicht einmal furzende Kühe kommen dem Maß an Zerstörung gleich. Das ist wohl offensichtlich. Dennoch wurden jegliche Publikationen in die Richtung als übertrieben oder gar verrückt abgetan. Doch  nun gibt es eine Studie, die das beweist. Vielleicht war die Studie doch nicht so unnötig, da kaum jemand den Tatsachen ins Auge sehen wollte. Irgendwo verständlich: Wer gesteht sich schon gerne ein, Teil einer Spezies zu sein, die als schnell streuendes, bösartiges Krebsgeschwür eines anderen, größeren Organismus angesehen werden kann? Die Menschheit ist mutiert, sie hat sich von der Tierwelt losgelöst und weiter entwickelt, zerstört andere Zellen, bzw. in dem Fall Arten, und vermehrt sich zusehends. Dazu hat sie Metastasen, sprich Siedlungen, Städte, Fabriken, Transportwege... gebaut und das ganze Ökosystem durcheinander gebracht. Man nennt das Entwicklung, Zivilisation. Für uns ist es toll, dass wir nicht mehr von Wölfen oder Tigern gefressen werden können, für die Erde aber nicht. Und egal, wie nachhaltig wir leben, wir zerstören den Planeten. Die einen zerstören ihn schneller als die anderen, aber wir alle zerstören ihn. Das sind nun mal eine Tatsachen, die wir nicht mehr vom Tisch weisen können.

Kinder, eine Zumutung für die Umwelt

Kommen wir zurück auf den Nachwuchs, hier ein paar Zahlen aus der Studie. Es geht um die Reduktion des CO2-Ausstoßes pro Person pro Jahr:

- Ohne Auto leben: 2,4 Tonnen
-  Einen Transatlantikflug weniger: 1,6 Tonnen
- Vegetarische Ernährung: 0,82 Tonnen
-  Ein Kind weniger zeugen: 58,6 Tonnen

 

Keine Kinder mehr kriegen?

Was ist die Konsequenz? Wären wir wirklich konsequent, müssten wir uns kollektiv umbringen. An Kinder kriegen ist gar nicht zu denken. Aber wie sollen wir konkret mit dem Problem umgehen? Merkwürdig, dass die Frage jetzt erst aufkommt, wo das Problem bereits seit der Sesshaftwerdung der Menschheit bekannt sein sollte. An dieser Stelle wird jedoch nicht die Frage erörtert, weshalb wir so viele Jahrhunderte die Augen vor unserer eigenen Destruktivität verschlossen haben. Vielmehr geht es darum, was man im Jetzt tun kann oder soll. Sollen wir auf Kinder verzichten? „Als politische Forderung ist das schlicht absurd. Die Entscheidung für Kinder ist Privatsache, da hat sich der Staat herauszuhalten.“, so Cem Özdemir von Bündnis90/Die Grünen gegenüber der Berliner Morgenpost. Kinder kriegen, Fleisch essen, Auto fahren, … alles Privatsache. Das ist auch gut so. Gut für uns, aber nicht für den Planeten. Und auch nicht gut für unsere Kinder, Enkel und Urenkel – um mal bei dem Thema zu bleiben. Eine Lösung für das Dilemmata gibt es nicht.