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09. Juni 2018 | Autor: Jennifer Gregorian

Jeder vierte Flüchtling in Arbeit

Flüchtlinge und Beschäftigung: Fakten und Zahlen

Kfz-Mechatronik / imageteam - Fotolia.com.jpg
Kfz-Mechatronik / imageteam - Fotolia.com.jpg

Jeder vierte Flüchtling geht einer Arbeit nach. Das macht 25 Prozent der seit 2015 nach Deutschland gekommenen Flüchtlinge* aus. Jeder Fünfte davon ist sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Wenn sich der Beschäftigungszuwachs in dieser Weise fortsetzt, hätte, nach Herbert Brücker, Leiter des IAB-Forschungsbereichs Migration, in fünf Jahren, die Hälfte der Geflohenen eine Beschäftigung. Zumeist findet man die Flüchtlinge in Branchen, wo Sprachkenntnisse keine wesentliche Rolle spielen. In der Logistik, der Reinigung sowie im Sicherheitsbereich sind sie häufig vertreten. Die Spitzenreiter bei den arbeitenden Flüchtlingen stellen Nigerianer und Iraner. Dazu sind 15 Prozent der Geflohenen, die Hartz IV beziehen, Aufstocker.  

Bis Jahresende rechnet die Bundesregierung mit 350.000 arbeitsfähigen Flüchtlingen auf dem Arbeitsmarkt. Jährlich entstehen 700.000 Arbeitsplätze, insbesondere im Niedriglohnsektor. Deutschland hat aber auch ein Fachkräfteproblem. Dieses können Flüchtlinge allerdings nur langfristig lösen. Nur 46 Prozent haben eine Hochschule oder ein Gymnasium besucht, 25 Prozent eine Art Grundschule (6 Klassen) oder keine Schule. Ein Drittel der Geflohenen gibt keine Auskunft über den Bildungsstand. 

Demnach könnte man das Fachkräfte-Problem am ehesten lösen, indem man die Asylanträge schneller bearbeitet und gleich mit der Integration ansetzt. Eine wirkliche Chance haben allerdings nur diejenigen, deren Asylverfahren positiv abgeschlossen wurden. Andernfalls stellen Flüchtlinge ein zu großes Ausfallrisiko für die Firmen dar. 

* 2015 kamen 890.000 Flüchtlinge nach Deutschland. Im Folgejahr 280.000 und 2017 waren es 187.000. 



Quellen: Rheinische Post, BAMF