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06. Juni 2018 | Autor: Jennifer Gregorian

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zu Besuch in Berlin

Am 4. Juni 2018 empfing Bundeskanzlerin Merkel einen sehr umstrittenen Gast, für den die höchste Sicherheitsstufe ausgerufen wurde. Mit Video! 

Screenshot: Video zum Besuch des israelischen Ministerpräsidenten  Benjamin Netanjahu in Berlin vom ARD Mittagsmagazin, Merkel und Netanjahu im Gespräch
Screenshot: Video zum Besuch des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in Berlin vom ARD Mittagsmagazin, Merkel und Netanjahu im Gespräch

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu beschlossen eine engere Zusammenarbeit in Bildung und Wissenschaft. Diese positiven Vorhaben wurden durch Israels Pläne überschattet, weitere Siedlungen im Westjordanland zu bauen. Dadurch werden die Palästinenser immer weiter abgedrängt. Zudem stellen diese Gebiete einen dauernden Konfliktherd dar. Kritik erntete Netanjahu sowohl von der deutschen Regierung als auch von der Opposition. Er will aber nicht von seinem Kurs abweichen und sieht sich in der Tradition sämtlicher israelischer Vorgänger-Regierungen. Demnach war die höchste Sicherheitsstufe durchaus angebracht. Zahlreiche Menschen in Deutschland sind dem israelischen Staatsoberhaupt nicht wohlgesinnt. Einige davon demonstrierten für die rechte der Palästinenser vor dem Kanzleramt. Trotz der Uneinigkeit bezeugte Kanzlerin Angela Merkel dem einzigen halbwegs demokratischen Land im fernen Osten die volle Solidarität. Israel hat eine schwierige Position, das muss man bei all der Kritik eingestehen. Das Land ist umringt von radikal islamistischen Staaten, die ganz offiziell seine Vernichtung wünschen und auch Maßnahmen hierzu vorantreiben. So zum Beispiel Iran; umso dramatischer ist es, dass die USA aus dem Antiatom-Abkommen ausgetreten ist. Zudem existiert aktuell kein Vorschlag von den Nachbarstaaten, der eine friedliche Zweistaatenlösung zwischen Israel und Palästina vorsieht. Alle antiisraelischen Gruppierungen fordern die Auslöschung Israels. Somit hat der israelische Präsident gar keine Grundlage für einen Kompromiss im Nahost-Konflikt. Die Lage bleibt nach wie vor brisant. 

Video zum Besuch des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in Berlin / ARD