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05. Februar 2019 | Autor: TERRE DES FEMMES

„Null Toleranz gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung"

Pressemitteilung Anlässlich des Internationalen Tages „Null Toleranz gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung": TERRE DES FEMMES fordert mehr Präventionsarbeit gegen weibliche Genitalverstümmelung und besseren Schutz für gefährdete Mädchen.

"No FGM" / AnonMoos, TomZ / Gemeinfrei
"No FGM" / AnonMoos, TomZ / Gemeinfrei

Berlin, den 04.01.2019. TERRE DES FEMMES - Menschenrechte für die Frau e.V. fordert Bund und Länder dazu auf, sich konsequent und entschlossen gegen weibliche Genitalverstümmelung einzusetzen.„Weibliche Genitalverstümmelung ist eine Menschenrechtsverletzung. Die Zahl bedrohter und betroffener Mädchen und Frauen steigt kontinuierlich in Europa – auch in Deutschland", sagt Christa Stolle, Bundesgeschäftsführerin von TERRE DES FEMMES.

Die Anzahl von Mädchen und Frauen, die in Deutschland von weiblicher Genitalverstümmelung betroffen sind, steigt stetig. Nach den letzten Hochrechnungen von TERRE DES FEMMES wird die Zahl derzeit auf knapp 65.000 Mädchen und Frauen geschätzt, die FGM (female genital mutilation) erfahren haben. Darüber hinaus sind mindestens 15.500 Mädchen gefährdet, einer Genitalverstümmelung unterzogen zu werden. Um diese Mädchen und Frauen zu schützen reichen Gesetze alleine nicht. Es muss vor allem Präventions- und Aufklärungsarbeit in den von FGM betroffenen Communities geleistet werden und zu den Folgen dieser Praktik sensibilisiert werden. Dafür fordert TERRE DES FEMMES mehr langfristige finanzielle Mittel von Bund und Länder, die die Präventionsarbeit über mehrere Jahre hinweg gewährleistet.

TERRE DES FEMMES leistet seit 2013 in Zusammenarbeit mit MultiplikatorInnen aus den von FGM betroffenen Diaspora-Communities direkte Präventionsarbeit. Im Rahmen des von der EU kofinanzierten Projektes Let's CHANGE, bildet TERRE DES FEMMES CHANGE Agents und CHANGE TrainerInnen aus. Sie werden rund um das Thema FGM und Frauenrechte ausgebildet, um anschließend in ihrer eigenen Community Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit leisten zu können. Aktuell absolvieren das Programm 12 Frauen und 4 Männer aus afrikanischen, arabischen und asiatischen Ländern, in denen FGM praktiziert wird. Darüber hinaus ist TERRE DES FEMMES auch in Sierra Leone und Burkina Faso vor Ort, um mit Partnerorganisationen Aufklärungskampagnen umzusetzen.

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Veranstaltungshinweis: Kundgebung des CHANGE Agents Binta Fatty in Berlin

Gemeinsam mit CHANGE Agent Binta Fatty, lädt TERRE DES FEMMES dazu ein, an der Kundgebung „United to stop FGM" teilzunehmen:

Wann: 6.02.2019, 15:00
Wo: Pariser Platz 1, Brandenburger Tor

Interviewmöglichkeiten: Charlotte Weil, TERRE DES FEMMES-Referentin weibliche Genitalverstümmelung, Binta Fatty, CHANGE Agent und Aktivistin.

Für Anfragen und Interviews wenden Sie sich bitte an TERRE DES FEMMES, Nastassja Wachsmuth, Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel. 030/40504699-2 5, oder per E-Mail an  presse(at)frauenrechte.de.

Bundesgeschäftsstelle
TERRE DES FEMMES
Menschenrechte für die Frau e. V.
Brunnenstr. 128 • 13355 Berlin
Tel. 030 40504699-0 • Fax 030 40504699-99
E-Mail: info(at)frauenrechte.de
www.frauenrechte.de


TERRE DES FEMMES ist eine gemeinnützige Frauenrechtsorganisation. Sie unterstützt von Gewalt betroffene Mädchen und Frauen durch Aktionen, Öffentlichkeitsarbeit, persönliche Beratung, Förderung von Projekten und internationale Vernetzung. TERRE DES FEMMES klärt auf, wo Mythen und Traditionen Frauen das Leben schwer machen, protestiert, wenn Rechte beschnitten werden und fordert eine lebenswerte Welt für alle Mädchen und Frauen – gleichberechtigt, selbstbestimmt und frei! Unsere Schwerpunktthemen sind häusliche und sexualisierte Gewalt, Zwangsheirat und Ehrverbrechen, weibliche Genitalverstümmelung sowie Frauenhandel und Prostitution. Der Verein wurde 1981 gegründet und finanziert sich durch Spenden, Mitgliedsbeiträge und Zuschüsse. Die Bundesgeschäftsstelle befindet sich in Berlin. Weitere Informationen finden Sie unter  www.frauenrechte.de