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06. Februar 2018 | Autor: Jennifer Gregorian

„Heute-Show“-Moderator Oliver Welke entschuldigt sich bei stotterndem Hetzer der AfD

Kommentar

Oliver Welke, 2017 / © Superbass / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)
Oliver Welke, 2017 / © Superbass / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

Am Freitag, den 02.02.2018 hat sich „Heute-Show“-Moderator Oliver Welke über die Sprache des AfD-Politikers Dieter Amann lustig gemacht. Die Mitarbeiter der Sendung hatten nichts von der Sprachstörung gewusst. Dabei hat der Politiker der extremen Rechten zu Beginn seiner Ansprache auf seinen Sprachfehler hingewiesen. Die zuständigen Redakteure haben aber nur einen kleinen Ausschnitt der Sendung angesehen. Das klingt glaubwürdig, denn Witze über Menschen mit Behinderung liegen weit unterhalb des Niveaus von Welke und auch des Niveaus vom ZDF. Aber Behinderte, sind das nicht diejenigen, die die AfD in Lager außerhalb der Städte sperren will? Was machen sie dann in der Partei? Quoten abdecken, ebenso wie Frauen, Schwarze, Muslime und Homosexuelle. Die sind für die Tarnung wichtig – wobei diese längst in großen Stücken abbröckelt.

Jedenfalls hat Welke sich entschuldigt und der Sender hat die Passage herausgenommen. Allerdings wäre eine Entschuldigung seitens der AfD dringend notwendig, an Welke, den sie eliminieren will, an das ZDF, welches sie als "Lügenpresse" diffamiert und welchem sie krude Machenschaften unterstellt. Darüber hinaus müsste sich die AfD bei allen nicht rechtsextremen Medienschaffenden entschuldigen. Eine Entschuldigung wäre auch längst überfällig bei Politikern, Priestern, Behinderten, Frauen,  Intersexuellen, Transgendern, Homosexuellen, Juden, Muslimen, Flüchtlingen und Flüchtlingshelfern.  
Natürlich wird sie das nie tun, den Volksverhetzung gehört zu ihrer politischen Strategie. Bedauerlicher Weise kommt sie damit in Deutschland durch. Man könnte den Eindruck gewinnen, dass die Gesetzte seit 2015, seit dem Erstarken der Neuen Rechten, außer Kraft gesetzt wurden.