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16. August 2015 | Autor: JG

Haustiere von Jägern erschossen

Rund 500 000 Hunde und Katzen pro Jahr bei der Jagd getötet.

Domestizierte Hunde und Katzen von Jägern erschossen.// Urheber: Leuchtender Hund / GNU Free Documentation License / CC BY-SA 3.0 / CC BY-SA 2.5 / CC BY-SA 2.0 / CC BY-SA 1.0
Domestizierte Hunde und Katzen von Jägern erschossen.// Urheber: Leuchtender Hund / GNU Free Documentation License / CC BY-SA 3.0 / CC BY-SA 2.5 / CC BY-SA 2.0 / CC BY-SA 1.0

Viele Menschen haben nichts gegen Jagd: Sie sind sogar der Meinung, dass sie notwendig sei. Wir sind nämlich so weit in die Natur eingedrungen, dass kein natürliches Gleichgewicht mehr zwischen den Waldbewohnern existiert. Man lässt dem natürlichen Zusammenleben aber auch keine Chance, sich selbst zu regulieren. Stattdessen soll es nun mittels Tiermord künstlich hergestellt werden. Was oft verschwiegen wird, ist die ebenfalls durch den Menschen (u. a. durch Fütterung) initiierte Überpopulation einiger Arten, die anschließend zum Abschuss freigegeben werden.  
Wenn die Wildtiere vielen auch egal sein mögen, begehren die meisten Menschen doch auf, sobald es um ihre geliebten Mitbewohner geht. Bei erschossenen Hunden und Katzen ist das Geschrei groß. Zu Recht! Schließlich geht es um ein Lebewesen, das grundlos hingerichtet wurden. Für die Hinterbliebenen bedeutet ein von Jägern erschossener Hund den Verlust eines Familienmitgliedes – also eine Tragödie. Ebenso verhält es sich, wenn Katzen erschossen werden. Oft verweilen die Angehörigen lange Zeit bis dauerhaft in Ungewissheit: Die Jäger verbuddeln ihre Opfer oder werfen sie anderen Tieren zum Fraß vor.

Hohe Dunkelziffer bei von Jägern erschossenen Hunde und Katzen

Jährlich fallen 400 000 Katzen und 69 000 Hunde Jägern zu Opfer. Laut Tierschützern soll es sich nur um eine Hochrechnung handeln. Die Dunkelziffer soll noch viel höher sein. Erfasst werden nicht nur von Jägern erschossene Haustiere, sondern auch Tiere, die in Fallen umkommen. Selbst aus sogenannten Lebensfallen können Hunde und Katzen nicht entkommen. Organisationen, die gegen Jagd sind, sprechen von Lustmord: Die Jäger sollen ihre Freude daran haben, die Fallen aufzustellen. Sie könnten es zudem kaum abwarten, welche Beute sie damit erzielt haben. Außerdem sollen sie über sämtliche Fanginstrumente und Lockmittel verfügen, die auf Haustiere ausgerichtet sind.

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Jäger dürfen Katzen und Hunde erschießen

Es ist nicht verboten, Haustiere abzuknallen. Schließlich haben sie im Wald nichts zu suchen. Dort ist nämlich das Jagdgebiet der Jäger. Diese sehen sie als Konkurrenz. Sie behaupten, die zahmen Vierbeiner würden wildern und somit das natürliche Gleichgewicht zerstören. Katzen und Hunde sind nun mal Jagdtiere, ganz gleich wie domestiziert sie auch sein mögen. Hunde werden seit Urzeiten sogar als Begleiter zur Jagd mitgenommen. Aber das angeblich zerstörte natürliche Gleichgewicht ist ein Ammenmärchen: Sie erwischen allenfalls Kleintiere, die alt, schwach oder krank sind.
Jäger sprechen von mehreren Millionen verwilderten Haustieren, überwiegend soll es sich um Katzen handeln. Aber selbst die würden kaum eine größere Bedrohung des Waldfriedens darstellen als der Mensch, im Gegenteil: Sie würden sich integrieren oder selbst anderen Tieren zum Opfer fallen.

Wann genau dürfen Jäger Katzen und Hunde erschießen. Sich 200 Meter von einem Wohngebiet zu entfernen, kann für eine Katze bereits ein Todesurteil bedeuten. Damit gilt sie als verwildert und darf erlegt werden. Dabei fragt auch niemand, ob sie zufällig am Waldrand wohnt. Denn 200 Meter sind für eine Katze gar nichts. Katzen können ein Revier von bis zu 6 Kilometern haben.
Beim Hund wird es schwieriger, oder doch einfacher? Der Jäger muss ihn beim Wildern in Flagranti erwischen. Aber wenn keine Zeugen da sind …

Nur in NRW ist es inzwischen verboten, Katzen zu erschießen. Hunde dürfen weiterhin erschossen werden, falls sie wildern. Das ist schon mal en Anfang! Vormals durften weder Katzen noch Hunde abgeschossen werden. Die Jägerlobby hat aber stark dagegen protestiert, so dass dieses Gesetz gelockert wurde.