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23. Februar 2018 | Autor: Oli Vjeko

Hate Speech, Faschisten im Bundestag und die Entwicklung der Bevölkerung Deutschlands

Kommentar von Oli Vjeko

Parlament Berlin / © Matyas Rehak - Fotolia.com
Parlament Berlin / © Matyas Rehak - Fotolia.com

Kürzlich lief ein interessanter Dialog mit Serdar Somuncu: Nazi(speech) sieht er überall dort, zumindest im Vorwurf, wo bewusst mit Terminologien gespielt wird, wider des besseren Wissens, dass man missverstanden wird. Weidel. Petry, Höcke, Poggenburg, alles Leute, die das einsetzen, um a) zu provozieren, b) zu polarisieren und natürlich c) Menschen, die dafür empfänglich sind, zu gewinnen aber auch zu instrumentalisieren. Um Nazi zu sein, sieht er weitere gewisse Attribute als notwendig an, beispielswweise hässliche Charaktereigenschaften, Gewaltbereitschaft bis hin zu Mord etc., soll das wohl heißen. An dieser Stelle gehe ich nicht mit solchen Hypothesen konform, indem ich sage, Hitler und Goebbels z. B. hatten wohl niemals selbst "Hand angelegt", dennoch bereiteten sie den Boden, nicht nur das, planten oder vielmehr gaben sie so etwas wie den Holocaust in Planung. Solche Leute sitzen erneut in den deutschen Parlamenten, mithin im Bundestag. Ich sehe da keinen Deut Unterschied, selbst nicht bei dem einen oder anderen in der pathologischen Bewertung des Geisteszustandes. Daher frage ich, was lässt das "deutsche Volk" - von dem Hintergrund seiner Erfahrungen und seines Wissens - nunmehr (noch mal) mit sich machen? Wie weit wäre es verführbar - denn nichts anderes hatte Hitler getan, er verführte und das Volk hat sich zum überwiegenden Teil verführen lassen - wie weit wäre es bereit, erneut die Demokratie zu opfern, wegzusehen oder gar mitzumachen, wenn Andersdenkende, Andersgläubige, Andersliebende etc. verfolgt und möglicherweise Schlimmeres würden? Das ist die Frage, die sich heute uns allen stellt! Zum Aspekt Demokratie opfern, sind die Anfänge ja bereits erfolgt, dadurch, dass man diese Partei wählte. Die sogenannte AfD hat ja, und da ziehe ich eine weiter Parallele zu den Nationalsozialisten, nie einen Hehl daraus gemacht, den Rechtsstaat Bundesrepublik, in der jetzigen Form abschaffen zu wollen. Hitler hatte das deutsche Volk zunächst in seinem Pamphlet und dann mittels verschiedener Protagonisten der NSDAP darüber von Anfang an auch nie im Zweifel gelassen. Von daher hat das Argument nach 45, man hätte von nichts gewusst oder dies nicht kommen sehen, von Beginn an nicht gegriffen. Man hätte nur "Mein Kampf" lesen müssen, reichte völlig. Fast jeder hatte es zu Hause stehen, wie viele der Deutschen es wirklich gelesen hatten, ist unter Historikern umstritten. Also kann ich nur sagen, lest und hört zu - vor allem zwischen den Zeilen - und seid stets wachsam!