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21. September 2018 | Autor: SpIn

Dramen um den Hambacher Forst

Räumung und Tod es eines Journalisten

Hambacher Forst bei Morschenich / Kimba Reimer / CC BY 2.0 / https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de / Quelle: 2018-09-09_13-48-21-FZ1000_42
Hambacher Forst bei Morschenich / Kimba Reimer / CC BY 2.0 / https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de / Quelle: 2018-09-09_13-48-21-FZ1000_42

Der nordrhein-westfälische Hambacher Forst, von Aktivisten liebevoll Hambi genannt – muss nun der Braunkohle weichen. Ohnehin war nur noch ein kleiner Teil, 200 von einst 4000 Hektar, erhalten geblieben, den Umweltschützer 25 Jahre lang besetzt hielten. Sie hatten in schwindelerregenden Höhen Baumhäuser und Übergänge errichtet und es sich dort wohnlich eingerichtet. Es war ein Leben voller Entbehrungen, welches die Nähe zur Natur jedoch reichlich entschädigte. Das Projekt wurde durch Spendengelder finanziert. Das half aber alles nichts: Die RWE AG hat entscheiden und die Politik zog mit. Der 12.000 Jahre alte Wald, mit seinen hohen Bäumen, die über 350 Jahre alt sind, muss, trotz seiner ökologischen Wertigkeit, weichen. 142 geschützte Arten verlieren ihren Lebensraum. Profit ist aber wichtiger. Dabei ist die Braunkohle-Förderung gefährlich und eine Belastung für die Umwelt. 

Als sei das nicht schon dramatisch genug, ist am 19.09.2018 ein Journalist von einer Schwebebrücke abgestürzt und dabei ums Leben gekommen. Die Polizei leugnete erst ihren Einsatz in der Nähe des Unfallortes. Doch am 20.09.2018 räumte die Aachener Polizei gegenüber dem WDR ein, dass es doch einen Polizeieinsatz gegeben hätte, wie es die Aktivisten bereits berichtet hatten. Zudem hat die Polizei dem Journalisten verboten, während der Räumungsarbeiten vom Boden aus zu filmen. Ein Fremdverschulden liegt, laut Staatsanwaltschaft, aber nicht vor.