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21. September 2015 | Autor: Jennifer Gregorian

Führt Tsipras Griechenland mit Reformkurs in den Ruin?

Einst als Hoffnungsträger gefeiert, knickte Tsipras schließlich ein. Er stimmte den restriktiven EU-Auflagen zu, die sein Land noch weiter in den Ruin stürzen. Wie sieht die Zukunft Griechenlands nach der Wiederwahl aus?

Alexis Tsipras // Urheber: FrangiscoDer / CC BY-SA 3.0
Alexis Tsipras // Urheber: FrangiscoDer / CC BY-SA 3.0

Nach Angaben des Bundesfinanzministeriums hat Deutschland seit 2010 360 Millionen Euro an griechischen Zinsen eingenommen. Wenn diese teuren sogenannten „Hilfskredite“ auch noch an Auflagen geknüpft sind, die jeglichen Aufbau verhindern, wird es mit Griechenland weiter bergab gehen. Gregor Gysi ist daher der Ansicht, dass Tsipras die Wiederwahl nutzen solle, um bessere Bedingungen für Griechenland auszuhandeln. Denn: „Die Bundesregierung und die Institutionen betreiben eine falsche Politik, indem sie Griechenland abbauen. Dabei müssten wir es aufbauen. Abbau ruiniert nicht nur Griechenland, sondern leider auch uns.", bekundet Gysi gegenüber Phoenix. Um das zu verdeutlichen führt er eine Parallele zu Deutschland an: „Der Abbau nach dem Ersten Weltkrieg war für Deutschland eine Katastrophe. Der Aufbau nach dem Zweiten Weltkrieg mit dem Marshall-Plan war hingegen hervorragend."

Höchstwahrscheinlich wird Tsipras jedoch eine EU konforme Linie fahren, was das Ende für Griechenland bedeuten könnte und ganz Europa in Mitleidenschaft ziehen würde. Ferner bleibt zu befürchten, dass er die Gegner in der eigenen Partei austauschen wird, falls sie sich seinem Reformkurs nicht anschließen.