Mit der Nutzung unserer Webseite stimmen Sie zu, dass wir Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen.

Suche öffnen
22. Februar 2018 | Autor: TERRE DES FEMMES

TERRE DES FEMMES fordert gleichen Lohn für gleiche Arbeit

Gender Pay Gap-Experiment / mit Video!

Pressemitteilung

Wie groß die Lohnlücke zwischen Geschlechtern wirklich ist – TERRE DES FEMMES und Jung von Matt/SAGA stellen ein ultimatives Experiment vor.

Screenshot Video zum Gender Pay Gap-Experiment von TDF
Screenshot Video zum Gender Pay Gap-Experiment von TDF

Berlin, 22.02.2018. Chancengleichheit der Geschlechter und Lohngerechtigkeit? Weit gefehlt. Zusammen mit Jung von Matt beweist TERRE DES FEMMES in einem weltweit einzigartigen Experiment mit Transgendern, die sich als Frau und als Mann auf ein und denselben Job bewerben: Tatsächlich bekommen Frauen bis zu 33 Prozent weniger Geld für die gleiche Arbeit. Eine unanständig hohe Differenz, die sogar die letzten statistischen Auswertungen von 21 Prozent in Deutschland übertrifft. „Diesen Zahlen glauben sowieso nur wenige: KritikerInnen bemängeln unter anderem, dass sie sich auf grundverschiedene Personen mit unterschiedlichen Voraussetzungen beziehen", erklärt die Bundesgeschäftsführerin von TERRE DES FEMMES Christa Stolle. „Deshalb haben wir in unserem ,Gender Pay Gap'-Experiment Transgender losgeschickt, um die Lohnlücke sichtbar zu machen, wo sie beginnt: im Vorstellungsgespräch!" Und erbringen so den ultimativen Beweis.

Das ,Gender Pay Gap'-Experiment

Dieselbe Person mit derselben Qualifikation bewirbt sich für denselben Job – einmal als Frau, einmal als Mann.
Drei Personen treten einmal als Mann, einmal als Frau im Bewerbungsgespräch um Jobs im Projektmanagement, als pharmazeutisch-technische/r Assistent/-in und im Fashion-Bereich an – mit gleichen Lebensläufen, Qualifikationen und in Grundzügen gleichen Persönlichkeiten. Alle drei keine SchauspielerInnen und in beiden Geschlechterrollen authentisch und echt: Iris P., die in der Öffentlichkeit als Frau und ihrer Familie gegenüber als Mann auftritt, stellte sich einmal als Dirk und einmal als Iris bei Unternehmen vor. Oliver Z., der im Alltag zwar als Mann auftritt, aber sich auch als Frau nicht verkleidet fühlt, war einmal Olivia und einmal Oliver – und Leni W., die es gewohnt ist, im Alltag beide Geschlechterrollen zu leben, trat einmal als Anna-Lena und einmal als Leo auf.


Das Ergebnis – ein Skandal: Ein Mensch, zwei Gehälter

Mit versteckten Kameras filmte Jung von Matt im Auftrag von TERRE DES FEMMES, wie PersonalerInnen Frauen im Gespräch unterschiedlich behandelten – insbesondere, wenn es um die Gehaltsverhandlung ging. Zum Teil waren bei Männern sogar Boni im Gespräch, die gegenüber den Frauen gar nicht erst erwähnt wurden.

„Das ,Gender Pay Gap'-Experiment entlarvt die politischen Bemühungen der Gleichstellung der letzten Jahre. Frauen sind noch weit davon entfernt gleich behandelt zu werden. Die Politik muss endlich handeln und die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung fördern und gesetzlich verankern", sagt Stolle und ergänzt: „Jedes Unternehmen auf der Welt sollte zudem aus eigenem Interesse dazu beitragen, Gleichberechtigung umzusetzen – gerade auch dort, wo die Ungleichbehandlung anfängt – im Jobgespräch."

Video zum Gender Pay Gap-Experiment


Weitere Informationen zum ,Gender Pay Gap'-Experiment: https://www.gender-salary-experiment.de/de/

Für Anfragen und Interviews wenden Sie sich bitte an TERRE DES FEMMES, Marion Brucker (Pressereferentin), Tel. 030/40504699-25, oder per E-Mail an presse@frauenrechte.de.

Über TERRE DES FEMMES:

TERRE DES FEMMES ist eine gemeinnützige Frauenrechtsorganisation. Sie unterstützt von Gewalt betroffene Mädchen und Frauen durch Aktionen, Öffentlichkeitsarbeit, persönliche Beratung, Förderung von Projekten und internationale Vernetzung. TERRE DES FEMMES klärt auf, wo Mythen und Traditionen Frauen das Leben schwer machen, protestiert, wenn Rechte beschnitten werden und fordert eine lebenswerte Welt für alle Mädchen und Frauen – gleichberechtigt, selbstbestimmt und frei! Unsere Schwerpunktthemen sind Häusliche und sexualisierte Gewalt, Zwangsheirat und Ehrverbrechen, weibliche Genitalverstümmelung sowie Frauenhandel und Prostitution. Der Verein wurde 1981 gegründet und finanziert sich durch Spenden, Mitgliedsbeiträge und Zuschüsse. Die Bundesgeschäftsstelle befindet sich in Berlin. Weitere Informationen finden Sie unter www.frauenrechte.de