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19. Dezember 2017 | Autor: Jennifer Gregorian

Gedenken an den Terroranschlag vom Breitscheidplatz

Terroranschlag in Berlin, LKW rast in den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche, 2016 / SpIn
Terroranschlag in Berlin, LKW rast in den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche, 2016 / SpIn

19.12.2017 – Ein Jahr ist es her, dass ein islamistischer Terrorist mit einem gekaperten LKW in den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz raste. Vieles ist danach schief gelaufen: Die Angehörigen der Getöteten wurden lange allein gelassen. Die Entschädigungszahlung ist zu gering angesetzt. Sie beträgt nur 10.000 Euro. Damit kommt ein Mensch nicht einmal ein Jahr hin. Und ein Jahr ist gar nichts, nach solch einem Schicksalsschlag.
Schwer auszuhalten für die Hinterbliebenen war zudem, zu erfahren, dass die Sicherheitsvorkehrungen im Fall Amri versagt hatten. Das ist bis heute schwer zu ertragen.
Kurt Beck (SPD) wurde zum Opferbeauftragten genannt und hat sich den Angehörigen angenommen. Allerdings erst Monate nach dem Attentat. Bis dahin hatten die Betroffenen keinen Ansprechpartner. Außerdem fühlen sie sich von der Kanzlerin allein gelassen. Aber was hätte sie da schon tun können? Die Geschädigten haben sich gewünscht, dass sie mal das Gespräch suchen würde. Dem ist sie nun nachgekommen, mit einem Jahr Verspätung. Andere wollten nur eine kleine Geste – einfach mehr Empathie. Mehr zu dem Drama in dem Video.

Spiegel Reportage über den Jahrestag des Anschlags vom Breitscheidplatz