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10. Juni 2018 | Autor: Jennifer Gregorian

G7, gefühlte G5 und Annäherung von Trump und Putin

Das diesjährige G7-Treffen war ein Desaster. Kein Wunder, die Weltpolitik, insbesondere die Situation Europas, steht aktuell unter keinem guten Stern. 

G7 / © Алексей Струйский - Fotolia.com
G7 / © Алексей Струйский - Fotolia.com

Italien ist verloren und US-Präsident Donald Trump gestaltet sich als besonders schwieriger Kooperationspartner, wobei Partner schon zu viel des Guten ist. Er kritisiert den Rauswurf Russlands und fordert die anderen Mitgliedstaaten auf, das Land wieder aufzunehmen. Italien schließt sich dem an. Nun wollen sich Trump und Russlands Diktator Wladimir Putin treffen. Die transatlantische Freundschaft ist Geschichte. Deutschland kann nicht mehr auf die Unterstützung der USA zählen. Aber was wird aus der Bundesrepublik, wenn sie so alleine dasteht, während sich die USA und Russland verbünden und Europa in nationalistische Einzelstaaten zerfällt? Ein perfider Gedanke: Die einstigen Alliierten gegen Hitler-Deutschland, fallen nun mit ihren jeweiligen Despoten über das mittlerweile demokratische Land her. Aber Deutschland hält schon nach anderen Kooperationspartnern Ausschau, etwa Japan oder Indien. Ob das was wird und ob das adäquate Partner sind, steht noch in den Sternen. Zumindest ist Kanada, das diesjährige Gastland, auf der Seite der letzten Demokratien, indem es die Strafzölle gegen die Vereinigten Staaten mit unterstützt. Im Rahmen des, von Trump angezettelten Wirtschaftskrieges gegen die die EU, oder das was davon übrig ist, hat Trump nämlich Zölle auf deutsche Autos erhoben. 

Eines ist jedenfalls klar: Die Welt hat sich verändert, aber nicht zum Besseren.