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24. Februar 2018 | Autor: Jennifer Gregorian

Freilassung von Deniz Yücel

Aufbegehren der AfD – mit Video aus dem Bundestag

Am 16.02.2018 wurde der Journalist Deniz Yücel aus einer fast einjährigen Haft in der Türkei freigelassen. Die Bundesregierung hat dahingehend viel Druck ausgeübt. Das ist ein kleiner Sieg, denn mehrere hundert Journalisten sitzen nach wie vor im türkischen Knast. Neben enthusiastischen Erdogan-Fans fand noch eine Gruppe die Sache mit der Entlassung nicht so optimal …

Deniz Yücel / blu-news.org - Deniz Yücel / CC BY-SA 2.0
Deniz Yücel / blu-news.org - Deniz Yücel / CC BY-SA 2.0

Nach dem einjährigen Märtyrertum ist der „Welt“-Journalist Deniz Yücel endlich wieder auf freiem Fuß. Er hatte Glück, mit seinem deutschen Pass. Hätte er lediglich einen Türkischen gehabt, würde die Untersuchungshaft noch auf unbestimmte Zeit weiter gehen, wie bei seinen türkischen Kollegen. Die Bundesregierung hätte dann kaum eine Grundlage gehabt, um einzugreifen.
In der Türkei warf man Yücel „Terrorunterstützung“ vor. Ohnehin ist dort jeder, der sich nicht für den Diktator Recep Tayyip Erdoğan begeistert, ein Terrorist. Yücel meint, bis heute nicht zu wissen, weswegen er inhaftiert war. Aber der Grund liegt auf der Hand: Er steht nicht auf den Diktator.
Es gibt Gruppen in Deutschland, welchen Yücels Freilassung so gar nicht schmeckt. Einmal sind es die Deutschtürken, die für Erdoğan glühen, und zum anderen die Rechtsextremen, allen voran die AfD. Die faschistische Organisation, die aktuell im Bundestag für Furore sorgt, wirft  Yücel vor, sich „antideutsch“ geäußert zu haben, wofür sie sich auf einen Satire-Artikel bezieht. Nach allem, was der 44-Jährige mitgemacht hat, ist das lächerliche Aufbegehren der Neuen Rechten eine Zumutung. Es war jedoch schön zu beobachten, wie Politiker der anderen Parteien, dem Antrag der AfD, die Bundesregierung möge sich von Yücels Äußerungen distanzieren, eine Absage erteilten.

Video vom Deutschen Bundestag: Antrag der AfD, die Bundesregierung solle sich von Yücels Äußerungen distanzieren, wurde abgelehnt. Starke Redebeiträge!