Mit der Nutzung unserer Webseite stimmen Sie zu, dass wir Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen.

Suche öffnen
29. Januar 2016 | Autor: Jennifer Gregorian

Petry an den Herd!

Drei Kinder pro deutsche Frau gegen das „Schrumpfen des deutsches Volkes“

Satire 

Anstatt Heim und Herd zu hüten, wie es sich für eine Frau gehört, hetzt die AfD-Vorsitzende, Frauke Petry, auf den Bühnen der Politik gegen Flüchtlinge. Die Wähler der fremdenfeindlichen Partei scheinen diese Inkonsequenz gar nicht zu bemerken. Petry vermutet selbst, dass sie nicht die Hellsten seien. Aber ihre Familie leidet darunter. Die Kinder werden bestimmt bleibende Schäden davontragen.

Frauke Petry, 2015 / Olaf Kosinsky / CC BY-SA 3.0 DE
Frauke Petry, 2015 / Olaf Kosinsky / CC BY-SA 3.0 DE

Auf einer Wahlkampfveranstaltung, Ende Januar 2015, in Rheinland-Pfalz, hetzt Frauke Petry gewohnheitsgemäß gegen Flüchtlinge. Damit die Partei nicht bloß als Auffangbecken für Ressentiments rüberkommt, müssen aber noch ein paar andere Themen her. In wenigen knappen Sätzen handelt sie TTIP sowie den Klimawandel (den es angeblich gar nicht gibt) ab und dann folgt der berühmte „Genderwahn“: Laut der Parteivorsitzenden würde kaum jemand wissen, was Gender Mainstreaming bedeute, aber die Menschen würden sich schämen, das Unwissen zuzugeben. Will sie etwa damit sagen, dass die AfD-Wähler nicht lesen könnten oder dass sie schwer von Begriff seien? Was Gender Mainstreaming ist, kann sie den älteren Herren, aus welchen sich das Publikum sowie der Großteil ihrer Wählerschaft zusammensetzen, auch nicht erklären. Dafür weiß sie, dass das Unerklärliche unnötig ist, viel Geld kostet und die Integrität der Familie untergräbt. Das Ganze führt schließlich zu einem noch größeren Elend, dem „Schrumpfen des deutsches Volkes“. Dem könne man nur entgegen wirken, indem jede deutsche Frau mindestens drei Kinder produziert. Mit den AfD-Wählern wird das allerdings nicht so einfach werden. Es sei denn, die klare Flüssigkeit, welche die (vermutlich noch minderjährige) künftige Gebärmaschine neben Bier verteilt, ist kein klarer Schnaps, sondern aufgelöstes Viagra. Wahrscheinlich ist die AfD ein Auffangbecken für pensionierte Neonazis, die sich für die NPD nicht mehr rüstig genug fühlen und auch bei HoGeSa nicht mehr mithalten können und die vor allem nicht mehr als Neonazis angesehen werden möchten. Das ist halt was für die Jungend und inzwischen findet die es auch nicht mehr so trendy. Deshalb gibt es u. a. den schwarzen Block jetzt auch in rechts und die Nipster.


Aber zurück zum Gender Mainstreaming: Was hat eine Frau, die für die traditionelle Familie mit ihren restriktiven Rollen steht, in der Politik verloren? Petry muss schnellstens zurück an den Herd! Durch ihre Inkonsequenz macht sie sich nämlich noch unglaubwürdiger, als sie ohnehin schon ist. Außerdem kann sie dort nicht so viel anbrennen lassen wie in der Politik. Gleiches gilt für Eva Herman und Tatjana Festerling. Politik ist schließlich nichts für Frauen! Außerdem vernachlässigen die Damen ihre Familien, während sie auf den Politikbühnen herumturnen, Hassreden schwingen, antiemanzipatorische Bücher schreiben oder in Talkshows die braune aus Masse aus ihren Köpfen über das Publikum ergießen. Das ist doch gegen die Natur! Ihre Kinder werden einen Schaden davontragen, der nicht mehr reparabel ist. Auch ihre Männer leiden und müssen hungern oder ständig bei Mutti essen. So kann das nicht weiter gehen! Als Ausgleich könnten die Damen ja einen Häkelclub gründen.