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14. Januar 2018 | Autor: Sophia

Gemeinsam sind wir stark

Frauenrechte und Friedensarbeit von Frauen

Seit den ältesten Zeiten werden Frauen als das „Schwache Geschlecht“ betrachtet. Bis in den heutigen Tagen gibt es noch keine vollkommene Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau. Wie kam es zu dieser Betrachtung, und weshalb blieb sie so lange erhalten?

Bertha von Suttner, Foto mit Unterschrift, um 1886 / gemeinfrei
Bertha von Suttner, Foto mit Unterschrift, um 1886 / gemeinfrei

Die ersten Menschen auf der Erde waren zu einer Arbeitsteilung zwischen Mann und Frau gezwungen. In der Zeit wo Frauen ihre Kinder stillten und betreuten, gingen die Männer zur Jagd. So entstand die Spaltung in schwaches und starkes Geschlecht. Dieses Verhältnis blieb – bis auf wenige, positive Veränderungen - aufrecht bis in den heutigen Tagen, und wurde noch verschärft. Frauen gelten auch heute noch – in einigen Kreisen und Ländern - als körperlich und geistig schwache, den Männern unterlegene Geschöpfe, die von den Männern ausgenutzt, manipuliert und vergewaltigt werden dürfen. Einen großen Beitrag zur Herabsetzung der Frau, trug auch die Kirche. Sie ist auch mitverantwortlich für das lange Anhalten dieser Situation.

Frauen und Frauenorganisationen die sich für Frauenrechte und Friedensarbeit einsetzen gab es schon seit längerer Zeit, so auch:

  • Einsatz von Bertha von Suttner (1843-1914) der ersten weiblichen Friedensnobelpreisträgerin
  • Erster Internationaler Frauenkongress Frauen für den Frieden, 1915 in Den Haag. Dabei trafen sich bürgerliche Pazifistinnen aus zwölf Ländern. Gefordert wurde Abrüstung und Gleichberechtigung. Die Frauen waren davon überzeugt, dass für dauerhaften Frieden nur die völlige Gleichberechtigung der Frau sorgen könne
  • 1. Frauenkongress in der ehemaligen DDR im Juni 1964. Frauen sollten getreu der marxistisch-leninistischen Lehre aus der "familiären Versklavung" befreit und gleichberechtigt in den Produktionsprozess eingegliedert werden. Gelöst wurde die "Frauenfrage" damit aber nicht.

Allgemein wurde der Einfluss von Pazifistinnen in Texten und Forderungen von den höchsten Regierungskreisen in Berichten und Dokumentationen nicht erwähnt.Trotzdem gab es weitere, mutige Einsätze von Frauen für Gleichberechtigung und Friedensarbeit, doch der Prozess ging nur mühsam und schleppend voran.

Zurzeit gibt es in Deutschland einige Frauen und Frauengruppen, die sich zu Frauennetzwerken zusammengeschlossen haben. So wurde das Frauennetzwerk für Frieden e.V. (FNF) 1996 in Bonn gegründet und ist ein bundesweites Netzwerk von Frauen und Frauenorganisationen, die sich lokal, national und international für Frieden, Abrüstung und Geschlechtergerechtigkeit einsetzen. Bereits 2014 wurde das FNF mit einem Preis der Stiftung Else Mayer in Bonn ausgezeichnet. 2016 erhielt Heide Schütz für ihr langjähriges Friedensengagement im FNF das Bundesverdienstkreuz am Bande. Der FNF e.V. ist auch Co-Preisträger des Helga-und-Werner-Sprenger-Friedenspreises 2017. Die INTA-Stiftung, die den Friedenspreis verliehen hat, erinnert an das Lebenswerk des verstorbenen Schriftstellers und Meditationslehrers Werner Sprenger. In seinen Gedichten und Prosatexten trat Werner Sprenger immer wieder für soziale Gerechtigkeit ein, für Frieden und Freiheit. Die Preisverleihung fand in festlichem Rahmen im Freiburger Viertel Vauban, auf dem Gelände einer ehemaligen französischen Kaserne statt.



Weitere Frauenorganisationen die sich für nationale und  internationale, Geschlechtergerechtigkeit, für Selbstbestimmung, für gewaltfreie Kommunikation und für gewaltlose Friedensarbeit einsetzen sind auch heute weltweit tätig, doch der Bedarf wird immer größer.
Es muss gehandelt werden, und zwar friedlich und schnell. Gemeinsam sind wir stark!


Die Autorin sowie das Team von Spezialinfo grenzen uns von aktuellen Strömungen der Friedensbewegung ab, wie u. a. von den Mahnwachen (alias "Wahnmachen"), der Querfront, von Aluhutträgern jeglicher Couleur, von Reichsbürgern etc. und ebenfalls von dem ganzen Antisemitismus der viele Strömungen der aktuellen Friedensbewegung beherrscht.