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09. Mai 2017 | Autor: Jennifer Gregorian

Für Frauen herrscht immer Hungersnot

Die kleine schwache Frau – eine evolutionäre Anpassung an die jahrhundertelange Unterdrückung

Frauen müssten allein aus evolutionären Gründen größer und kräftiger sein. Wissenschaftler haben nun einen Grund ermittelt, weshalb sich die Menschheit konträr entwickelt hat. 

Kind im Geburtskanal / Ernst Bumm and Albrecht Mayer / gemeinfrei
Kind im Geburtskanal / Ernst Bumm and Albrecht Mayer / gemeinfrei

Männer sind im Durchschnitt 15 Zentimeter größer als Frauen. Dabei müsste es eigentlich umgekehrt sein, zumindest wenn man die Sache rein biologisch betrachtet. Die Geburt ist bei menschlichen Säugetieren hoch komplex und fordernd. Der Fötus dreht sich mehrmals im Mutterleib, was sehr schmerzhaft ist. Folglich haben große, kräftige Frauen die besseren Chancen, gesunden Nachwuchs zur Welt zu bringen und auch selbst die Prozedur gesund und vor allem lebendig zu überstehen. Menschen sind Primaten mit der höhsten Müttersterblichkeit. Im Europa des 18. Jahrhunderts war ein Viertel der Todesfälle von Frauen unter 50 auf Schwangerschaften zurückzuführen. Mittlerweile sind in hoch entwickelten Ländern Geburten für kleine, zierliche Frauen nicht mehr so problematisch. Im Notfall wird ein Kaiserschnitt gemacht. In Ländern mit unzureichender Versorgung stirbt allerdings jede Minute eine Frau im Kindbett. Auf jeden Todesfall kommen 10 weitere Frauen, mit schweren Verletzungen. 


Ferner gibt es keine genetische Disposition für ein besseres Wachstum bei Männern. Ginge es also nach der Natur, wären Frauen größer und kräftiger. Bei den meisten Säugetieren ist das auch der Fall. Der weibliche Blauwal ist zum Beispiel das größte Tier der Welt. 

Doch zum Wachsen braucht man spezielle Hormone, Energie und Sauerstoff in den Zellen. Und hierfür wiederum eine ausgewogene Ernährung mit viel Protein. Und genau hier liegt der Hund begraben: Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Menschen innerhalb von Notperioden schrumpfen. Und auch, dass Menschen in ärmeren Regionen kleiner sind. Der Körper geht während magerer Zeiten sparsam mit den Ressourcen um. Nun liegt der Grund für die kleineren Frauen auf der Hand: Für Frauen ist immer und überall Hungersnot an der Tagesordnung, sogar in den reichen Staaten, die sich im Überfluss suhlen. Sie hatten und haben stets einen schlechteren Zugang zu den Nahrungsmitteln. In vielen Kulturen bekommen sie sogar heute noch die Reste, erst nachdem die Männer satt sind. In unseren westlichen Zivilisationen wäre das undenkbar. Dafür haben wir hier aber den Magerwahn: Gebrechlich ist sexy. Folglich sind Frauenkörper veräußerlichte und weitervererbte Folgen der Jahrhundertelangen Unterdrückung. 

Näheres zu dem Thema sowie wissenschaftliche Untersuchungen hierzu, finden Sie in der folgenden Doku. 

Doku mit wissenschaftlichen Studien zum Wachstum der Frau