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18. Januar 2017 | Autor: Jennifer Gregorian / SpIn

Ab 10 Euro pro Monat Menschenleben retten

Flüchtlingspaten Syrien - ein Lichtblick: gelebtes Engagement jenseits von Hass und Hetze / Interview mit Martin Keune, dem Vorstand der Hilfsorganisation aus Berlin Moabit.

Das Ehepaar A., das seinen gefahrvoll übers Mittelmeer geflohenen Kindern folgen durfte. / Foto: FPS
Das Ehepaar A., das seinen gefahrvoll übers Mittelmeer geflohenen Kindern folgen durfte. / Foto: FPS

Viele Menschen, insbesondere Alte, Kranke, Behinderte, Frauen und Kinder harren in Syrien unter menschenunwürdigen Bedingungen aus und schweben täglich in Lebensgefahr. Ihre einzige Hoffnung liegt bei ihren Angehörigen, welche die beschwerliche Flucht in ein sicheres Land bewerkstelligt haben. Doch vielerorts, so auch in Deutschland wurde der Familiennachzug ausgesetzt und enorm erschwert. Eine äußerst dramatische Situation für die Betroffenen. An dieser Stelle setzt der Flüchtlingspaten Syrien e.V. ein. Über 180 Menschen hat die Hilfsorganisation bereits gerettet. Wenn es mehr von diesen engagierten Menschen gäbe, wäre die Welt ein besserer Ort. Im Folgenden erfahren Sie, wie das geht und wie auch Sie mithelfen können.

SpIn: Der Familiennachzug wurde mit dem Asylpaket II fast unmöglich gemacht und anschließend faktisch fast abgeschafft. Wie sieht die Situation heute aus?

FPS: Syrische Staatsbürger können theoretisch noch immer Ehepartner/in und minderjährige Kinder nachkommen lassen – aber nur, wenn sie Asyl bekommen und nicht nur subsidiären Schutz, wie die allermeisten Antragsteller. Und die wenigen Angehörigen, die diesen Weg gehen können, müssen verzweifelt lange warten – anderthalb oder zwei Jahre Wartezeit auf einen Termin in einer deutschen Botschaft, in einem Nachbarland Syriens sind keine Seltenheit. Unerträglich lang, wenn die Familie unmittelbar Kriegshandlungen ausgesetzt ist. Eltern, Geschwister, erwachsene Kinder bleiben sowieso außen vor.
Die Aufnahmeprogramme der Bundesländer Berlin, Brandenburg, Thüringen, Schleswig-Holstein und Hamburg zeigen einen anderen Weg. Hier darf nachkommen, wer enge Angehörige dort hat und einen Verpflichtungsgeber findet, der bei der Ausländerbehörde unterschreibt, für fünf Jahre den Lebensunterhalt und die Miete zu zahlen.

SpIn: Solch eine Verpflichtung kann kein Neubürger eingehen ...

FPS: Nein, wer vor ein, zwei Jahren mit dem Schlauchboot und über die Balkanroute hergekommen ist, verdient meist noch nicht genug, um die Bonitätsprüfung der Ausländerbehörde zu bestehen. Da muss man ein Nettoeinkommen von 2.160 € nachweisen.

SpIn: Für einzelne Unterstützer ist die Belastung auch zu hoch ...

FPS: Ach, es gibt in unserem Land schon Menschen, die einem Flüchtling einen Lebensunterhalt nach SGB II, Höchstsatz 409 €, und eine kleine Miete zahlen könnten. Die Kosten im Krankheitsfall übernimmt ja das Bundesland. Aber es stimmt schon, zu diesem Schritt entschließen sich zunächst wenige. Und da kommen wir als Verein ins Spiel – wir ermutigen die Menschen, eine Verpflichtungserklärung zu unterschreiben, und übernehmen gleichzeitig selbst alle Kosten daraus. Mit Hilfe von Patenschaften verteilen wir die finanzielle Last auf viele Schultern.


SpIn: Wie kann man sich solch eine Patenschaft vorstellen?

FPS: Im Grunde ist es einfach eine monatlich wiederkehrende Spende, die einen gemeinsamen Pool füllt. „Crowdfunding“ beschreibt diesen Weg: Eine Vielzahl von Menschen finanziert gemeinsam, was für den Einzelnen zu viel wäre. Jeder einzelne Cent dieser Patenschaft geht in voller Höhe in die Hände und Miete der syrischen Familien.

SpIn: Wie viele Paten haben Sie zurzeit?

FPS: 3.576. Oder nein, während dieses Interviews ist wieder ein neuer dazugekommen: 3.577.

SpIn: Wer kann Pate werden?

FPS: Jeder Mensch, der bereit ist, eine Weile monatlich 10€ beizutragen.

SpIn: Wieso erst ab 10 Euro?

FPS: Wir würden auch niemanden abweisen, der mit 5 € dabei ist, aber unser Verwaltungsaufwand der monatlichen Buchungen, der Newsletter, Adressänderungen usw. ist hoch, und 10 € im Monat tun vielen nicht weh. Tatsächlich liegen die Patenschaften im Durchschnitt bei 25 € pro Monat; wir haben viele 10€-Spender/innen, aber auch einige deutlich höhere. Zusammen kommen monatlich fast 90.000 € zusammen!

Impressionen vom Flüchtlingspaten Syrien e.V.

Sliderbild Der Verein Flüchtlingspaten Syrien e.V. / FPS
Sliderbild Ankunft am Flughafen in Berlin: der nierenkranke J., den wir gleich ins Krankenhaus brauchten, weil er in Syrien medizinisch keine Versorgung mehr gehabt hätte. / FPS
Sliderbild Der 87jährige M., dessen Frau vom IS ermordet wurde und der von seiner Tochter mit unserer Hilfe aus Aleppo hierhergeholt wurde. / FPS

 

SpIn: Wie kann man Sie am besten unterstützen?

FPS: Indem man einen Betrag wählt, den man schmerzfrei ein paar Jahre durchhält. Eine Patenschaft kann jederzeit mit einer einzigen E-Mail beendet werden – und auf unserer Webseite gibt’s unser Lastschriftformular, wo man in wenigen Minuten eine solche Patenschaft einrichtet. Absolut datengeschützt, deutscher Server, vertrauenswürdig.

SpIn: Weshalb sind die dauerhaften Patenschaften so wichtig?

FPS: Weil sie uns eine ganz direkte 1:1-Budgetierung ermöglichen. Es ist wirklich so: mit 600 € an neuen Patenschaften können wir einen Erwachsenen hierher retten, mit 400 € ein Kind. Wir versprechen ja den Verpflichtungsgebern, dass wir fünf Jahre lang für den Lebensunterhalt und die Miete der Angehörigen aufkommen: Deshalb brauchen wir ein klares Budget, das in Neuspenden darstellbar ist.

SpIn: Paten erhalten bei Ihnen auch Geschenke ...

FPS: Manchmal. Im Sommer gab es eine Aktion von „Autoren helfen“, die Neupaten monatlich ein Buch schickten. Vor zwei Wochen spendierte die Singer/Songwriterin, Nina Omilian, neuen Paten ihre CD. Aber wissen Sie, was das größte Geschenk ist? Wenn auf unserer Weihnachtsfeier die 8-jährige Kinda, die wir vor einem Jahr hergeholt haben, ein sechsstrophiges deutsches Weihnachtslied singt und wir den Paten sagen können, seht Ihr? – das habt IHR gemacht, ihr Paten. Das Kind hat fünf Lebensjahre im Krieg zugebracht. jetzt ist sie hier, singt inbrünstig und berlinert fast schon ein bisschen.

SpIn: Sie haben mit Hilfe der Paten bereits 170 Personen gerettet. Kennen Sie all diese Menschen?

FPS: 183 Menschen haben wir hergeholt oder auf den Weg durch die Ausländerbehörden- und Botschaftsbürokratie gebracht. Ja, ich kenne sie alle, weil ich die Vermittlung zwischen unseren Bewerbern und den Verpflichtungsgeber/innen sozusagen zur „Chefsache“ mache und mich deshalb intensiv mit den Familienschicksalen auseinandersetze, die Dokumente für die Ausländerbehörde vorbereite. Ich bin auch oft am Flughafen dabei, wenn die Menschen hier in Berlin eintreffen.

SpIn: Kommen viele Menschen auf Sie zu, die Angehörige in Syrien haben?

FPS: Etwa zehn bis fünfzehn am Tag. Etwa fünfzig mal mehr, als wir herholen können.

SpIn: Wie werden sie auf Flüchtlingspaten Syrien aufmerksam?

FPS: Es spricht sich herum. Wir sind auf Facebook, im Internet. Die Medien haben anfangs intensiv über uns berichtet. Als die „Huffington Post“ in ihrer arabischen Ausgabe über uns berichtete, bekamen wir über Nacht 600 verzweifelte Hilferufe. Die Menschen schrieben direkt aus dem Bombenkrieg. Sie schickten Fotos zerfetzter Angehöriger, oft Kinder oder Babys, die ich mein Leben lang nicht mehr vergessen werde.

 

SpIn: Wer entscheidet, wer gerettet wird und welches sind die Kriterien?

FPS: Wir haben eine gute Partnerschaft zur SWP, der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin, – ein Thinktank, der uns sehr präzise Auskunft über die individuelle Gefährdungslage eines Menschen an einem konkreten syrischen Ort gibt. Zweitens fragen wir: sollen wir in einem Fall eine Familie vervollständigen und die fehlende Mutter, den Vater, ein Kind herholen – oder geht es um die komplette Familie eines Bruders, die in Syrien in Gefahr, aber immerhin zusammen und intakt ist? Und drittens sehen wir auf die Motivation des hiesigen Angehörigen. Was will und kann er oder sie zur Integration beitragen, ist er bereit, unsere Arbeit zu unterstützen, mitzutragen?
Nach diesen Kriterien vergeben wir Punkte in einem Priorisierungskatalog. Die dringendsten Fälle führen dann ein Gespräch mit unserem dreiköpfigen Filterteam, das sich einen persönlichen Eindruck verschafft.

SpIn: Wie viele Menschen arbeiten beim Flüchtlingspaten Syrien e. V.?

FPS: Im eigentlichen Verein etwa 12, weitere 15 als ehrenamtliche Sprachlehrer/innen, nochmal 20 als Familienlots/innen im Alltagseinsatz.

SpIn: Sie arbeiten dort ehrenamtlich. Wie lässt sich das Ganze mit Job und Privatleben verbinden?

FPS: Gar nicht. – Nein, im Ernst, es gibt uns seit zwei Jahren, und das die Idee, Landesaufnahmeprogramme mit Crowdfunding zu kombinieren, war so erfolgreich, dass wir rasend schnell gewachsen sind und einige von uns, auch ich, wirklich an die Grenzen des seelisch und körperlich Leistbaren kamen. Das verbessert sich allmählich durch Professionalisierung, Optimierung von Abläufen. Trotzdem sind es für mich sicher noch 3 Stunden jeden Tag.

SpIn: Wie sind Sie auf die Idee gekommen, solch einen Verein zu gründen?

FPS: Im Spätherbst 2014 standen die ersten frierenden Syrer vor dem Lageso in Berlin und bekamen keine Unterkunft, weil die Ämter mit den wenigen Dutzend damals schon überfordert waren. Meine Frau und ich ließen zwei syrische Brüder bei uns wohnen. Und mit dem gegenseitigen Kennenlernen kam die Frage, ob wir ihre alten Eltern mit einer Verpflichtungserklärung herholen könnten. Ich hatte davon noch nie gehört, – damals galt die auch noch unbefristet, nicht nur fünf Jahre. Ich fand das ein irrwitziges Risiko. Ich überlegte hin und her, wie man diese Last auf Viele verteilen könnte und fand Gleichgesinnte. Ich habe eine Werbeagentur im politischen Bereich und bin mit Crowdfunding und Online-Fundraising vertraut, und weil ich das Prinzip an sich bestechend fand – Flüchtlingspolitik aus Bürgerhand, bei der Menschen in ihre Familien geholt werden und nicht am Stadtrand in Containern gestapelt – beschloss ich, es zu versuchen.

 

SpIn: Wieso Syrien und nicht Eritrea, Südsudan oder ein anderes Land?

FPS: Weil es die Landesaufnahmeprogramme, mit denen wir arbeiten, nur für Syrer gibt.

SpIn: Der Krieg in Syrien gilt bald offiziell als beendet. Aber das Land ist zerstört, der Diktator noch an der Macht und Rebellengruppen treiben immer noch ihr Unwesen. Trotzdem werden wahrscheinlich bald wieder Leute dorthin abgeschoben. Könnten nun die Angehörigen der Geretteten betroffen sein, oder gar die Geretteten selbst?

FPS: Es wird noch eine Weile dauern, bis ich den Krieg auch als „beendet“ bezeichnen würde. Eben macht der IS Landgewinne im Osten, Assad nimmt sich jede Rebellenhochburg einzeln vor. Bei der Ankunft bekommen „unsere“ Angehörigen eine Aufenthaltsgenehmigung von zwei Jahren; ich denke, dass die erstmal noch verlängert wird. Abgeschoben wird auf lange Sicht sicher niemand. Syrien als sicheres Herkunftsland? Zu schön, um schnell wahr zu werden.

SpIn: Das "Kriegsprojekt" Syrien ist kurz vor dem Aus. Wie geht es dann mit dem Verein weiter?

FPS: Ich würde liebend gern sagen können „war is over, let’s party!“. Aber das ist Zukunftsmusik. Vor allem gelten die Bürgschaften ja wirklich bis zur Ausreise, maximal fünf Jahre – so lange sehen wir uns in der Pflicht, und solange brauchen wir Rücklagen und langen Atem. Trotzdem sehe ich unseren Verein als temporäres Projekt, das irgendwann wirklich in Frieden beendet werden kann. Unsere Satzung sieht vor, dass wir, falls dann noch Geld übrig ist, dies einer Initiative mit ähnlicher Zielsetzung übergeben.

SpIn: Wollen Sie ihre Hilfeleistung künftig auf andere Staaten ausdehnen?

FPS: Die Landesaufnahmeprogramme gelten bisher nur für Syrer. Berlin will jetzt auf den Irak ausweiten: Vorstellbar, dass wir den auch einbeziehen. Letztlich entscheidet die Notlage jedes Einzelfalles.

SpIn: Sie finanzieren nicht nur die Überfahrt und den Lebensunterhalt, sondern sie bieten auch Integrations- und Sprachkurse an? Alles ehrenamtlich?

FPS: Ja, wir haben eine bezahlte Geschäftsführerin, alles andere ist ehrenamtlich. Die Sprachkurse – zu denen sich die Hergeholten schriftlich verpflichten – sind uns sehr wichtig. Sprache ist der Schlüssel für jedes Studium, Praktikum, jede Jobperspektive. „High Potentials“ zahlen wir sogar noch professionelle externe Kurse, damit sie schnell fit für ein eigenes Leben werden.

SpIn: Sie sorgen dafür, dass ihre Schützlinge erst gar nicht in die Bredouille können, vom Staat Leistungen beziehen zu müssen. Wie schaffen Sie das?

FPS: Sie sind ja in der Bredouille; niemand kann bei der Ankunft gleich arbeiten oder bringt viel Geld mit. Wir funktionieren da wie ein kleines, privates Sozialamt und zahlen alles, was sonst vom Sozialamt oder Jobcenter käme. Mit dieser privaten Unterstützung bekommen sie dann im Gegenzug nichts mehr von den Ämtern ... und die holen sich nichts vom Verpflichtungsgeber zurück.

SpIn: Wie wird das Projekt angenommen?

FPS: Wir rennen überall offene Türen ein, weil wir zeigen, wie Integration gelingen kann – auf Augenhöhe, mitten in der Gesellschaft, eigenverantwortlich statt mit „Staatsknete“. Trotzdem haben wir große Probleme z. B. bei der Wohnungssuche. Berlin erlebt gerade einen Immobilienboom, bei dem die Mieter auf Sozialhilfeniveau weggeboomt werden: Das kriegen wir drastisch zu spüren. Uns fehlen dringend ein paar Wohnungen!

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SpIn: Wir sind auf ihren Verein gestoßen, da Rechtsradikale lamentierten, dass „Gutmenschen das Gesetz durch Patenschaften umgehen“ würden. Selbstverständlich unternehmen Sie nichts Illegales. Aber die Betreffenden stellen das so hin? Erhalten Sie auch Drohungen?

FPS: Sehr selten. Neulich habe ich ein kleines Loch in unserer Ladentür entdeckt wie von einem Luftgewehr, und manchmal empfiehlt mir jemand auf Facebook, mich „aufs Jenseits zu freuen“. Aber die Meisten – auch Rechte – merken schnell, dass wir das alles ja auf eigene Kosten tun, und erklären uns einfach für geistesgestört.

SpIn: Was möchten Sie den Menschen mitteilen, die sich zurzeit dermaßen feindselig von Schutzsuchenden abgrenzen und sogar ihre Behausungen anzünden?

FPS: Menschen, die Unterkünfte abfackeln, möchte ich gar nichts mitteilen – die haben für mich jeden Bereich zivilisatorischer Auseinandersetzung verlassen und gehören nicht verstanden, sondern eingesperrt. Den Übrigen empfehle ich, mal mit mir zum Flughafen zu kommen, wenn wir – wie letzte Woche – eine 22jährige aus Aleppo herholen, jemandens greisen Vater oder eine Witwe mit einem Neugeborenen. 39% der von uns Hergeholten sind Kinder, 41% Frauen, der Rest (meist alte) Männer. Welche Argumente könnten dagegen sprechen, das zu tun? Terrorismusabwehr? – Baderkhan, für den ich unterschrieben habe, ist 86. Angst vor „Umvolkung“? – Fast alle, die kommen, wollen nichts sehnlicher, als heimkehren, sobald es geht. Angst vor Islamisten? – Vor denen sind viele der von uns Hergeholten selbst geflohen, weil sie Christen, Sunniten oder einfach ganz normale gemäßigte Moslems sind.
Viele Vorbehalte verflüchtigen sich von selbst, wenn man die Menschen wirklich mal trifft und sieht: Es sind gar keine Fremden, sondern jemandens Töchter, Opas, Eltern, Geschwister. Menschen, die einfach nur mit ihren Lieben zusammen sein wollen und am Leben sein.

SpIn: Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

FPS: Ein Ende der Atemlosigkeit. Wir lassen uns von den Ereignissen dieser sogenannten „Flüchtlingskrise“, von Terrorangst und politischer Verunsicherung in einen Zustand atemloser Hysterie treiben, in der wir von Werten abdriften, die für mich eine Stärke der westlichen Welt sind: Großzügigkeit, Gelassenheit, Neugierde auf das, was andere uns an bereichernder Mitmenschlichkeit geben können. Wir sollten mehr Selbstvertrauen haben und im Rahmen unserer Möglichkeiten das Richtige tun. Dass das funktionieren kann, zeigen wir Flüchtlingspaten Syrien mit unserer Arbeit.

Vielen Dank für das Gespräch. Wir wünschen Ihnen und Ihrem Verein die das beste für die Zukunft! Deutschland und überhaupt die Welt braucht mehr engagierte Menschen wie Sie.


Das Interview führte Jennifer Gregorian, Herausgeberin und Chefredakteurin von Spezialinfo (SpIn)